Renault-Aggregat erfordert einige Änderungen am Auto

Für die Truppe von McLaren bedeutet der Wechsel zu Renault-Antrieben nicht nur eine Chance, sondern zunächst einmal sehr viel Arbeit.

Das Heck der McLaren-Boliden muss anders aufgebaut werden – Grund dafür sind die unterschiedlichen Bauformen der Motoren samt Turbolader und Hybridelementen. McLaren-Technikchef Tim Goss bestätigt: „Die Architektur des Renault ist ganz anders.“

„Es gibt zwei grundverschiedene Ansätze. Einmal der von Mercedes und Honda und auf der anderen Seite jenen von Renault und Ferrari. Der große Unterschied liegt darin, wo der Turbolader verbaut ist“, erklärt Goss. „Das bedingt dann, dass man das Chassis und das Getriebe anders gestalten muss. Da wir nun Erfahrung mit beiden Varianten machen konnten, haben wir einen ganz guten Überblick über die jeweiligen Vor- und Nachteile. Es gibt Elemente, die mir am Renault gefallen, aber andere, die mich etwas frustrieren. Aber wir haben Glück gehabt, dass wir die Entscheidung rechtzeitig getroffen haben. Später hätte es keinesfalls sein dürfen.“

Um alle Elemente des Renault-Motors optimal in das Chassis einpassen zu können, musste McLaren im Vergleich zum Vorjahr einige Änderungen vornehmen, zusätzlich wurde Getriebe und Kühlung erheblich überarbeitet. „Der Renault sitzt nun weiter vorne im Chassis“, sagt Goss. Beim Honda-Antrieb mussten die Kühlleitungen auf der Vorderseite zwischen Tank und Motor angebracht werden. Dies führte dazu, dass das Chassis in die Länge gezogen wurde.

„Was man dabei allerdings nicht hatte, war der Turbolader hinter dem Motor, der uns nun einige Schwierigkeiten bereitet, weil er eigentlich der hinteren Aufhängung etwas im Weg ist“, erklärt der Technikchef. „Daher mussten wir die Aufhängungen neu konzipieren und das Getriebe verlängern. Zwei Wochen lang mussten wir uns darüber die Köpfe zerbrechen, aber wir sind zu einer sehr guten Lösung gekommen.“

 

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