Reduktion des Freitags-Trainings in Sicht

RenaultAuch die großen Formel 1-Teams haben sich nun für eine Reduktion des Freitags-Trainings ausgesprochen…

 

Deutliche Kürzung des Freitags-Programmes

Kommende Saison soll am Freitag nur mehr eine Trainingseinheit am späten Nachmittag stattfinden, die Session am Vormittag ersatzlos gestrichen werden. Dies soll den Teams die Möglichkeit eröffnen, einen Tag später anzureisen und so Hotel- und Reisekosten deutlich zu senken.

Während die kleineren Rennteams schon seit längerem auf eine Reduktion der Kosten pochen, haben sich die großen Teams aus der Strategie-Gruppe erst kürzlich dafür ausgesprochen, wie am Freitag in Montreal bekannt wurde. „Es ist natürlich logisch, dass vor allem die geringere Anzahl an aerodynamischen Teilen und der Power Units eine große finanzielle Entlastung der kleineren Teams darstellt“, stimmt Mercedes-Ingenieur Paddy Lowe den neuen Plänen zu.

Zuständige Gremien müssen noch zustimmen

Bevor all dies umgesetzt wird, müssen noch die FIA und die Formel 1-Kommission zustimmen. In dieser Kommission sitzen jedoch auch die GP-Promotoren, die nicht begeistert sein werden, dass an den Freitagen weniger Action geboten wird. Andererseits soll die spätere Startzeit, um 17 Uhr, mehr berufstätigen Zusehern die Chance geben, Tickets zu kaufen.

Ecclestone und Todt positiv, Teams gespalten

Während die beiden Formel 1-Granden für diesen neuen Vorschlag sind, ist die Meinung der Teams in drei Gruppen gespalten. Von Seiten Force Indias sieht man den Plan negativ. „Aus unserer Perspektive sehen wir absolut keine Kostenreduktion“, meint Andy Green, Technikchef des Teams. An Freitagen kommen oft junge Testpiloten zum Einsatz, deren Sponsoren eine wichtige Einnahmequelle für die Teams darstellen.  Die Zeit auf der Rennstrecke ist für die „Nicht-Werksteams“ noch wertvoller als für die Werkteams.

Auch unter den Kommentatoren sieht man die neuen Ideen zwiespältig. Der allseits respektierte Kommentator der deutschen Auto Motor und Sport, Michael Schmidt meinte: „Die Aussage der großen Teams, Kosten reduzieren zu wollen ist wohl ein Witz. Sie sind daran ja gar nicht interessiert.“

„Der Fixpreis der Power Units wird sich nicht ändern und die Sponsoren werden durch den Wegfall der Donnerstags-Medienkonferenz ihre Beiträge kürzen“, so Schmidt weiter.

Paddy Lowe ist jedoch um Beruhigung bemüht. „Das ist einmal eine Idee, die Kosten der Saison zu reduzieren“, erklärt er. „Dies muss erst einmal endgültig beschlossen werden und wir haben immer noch einen Monat, um das Kleingedruckte festzulegen. Wenn die anderen glauben, es bringt nichts, dann werden wir eben alles noch einmal überarbeiten.“

 

 

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