Das von Liberty Media forcierte Budgetlimit, dass 2021 eingeführt werden soll, sorgt weiterhin für Diskussionen im Paddock.
Liberty Media drängt auf eine Einführung des Budgetlimits. Das Modell soll erstmals 2020 getestet werden und 2021 fixer Bestandteil der F1 werden. Vor allem die großen Teams halten die Budgetobergrenze von 150 Millionen US-Dollar, die bis 2023 erreicht werden soll, für unrealistisch. Für diese Umsetzung müssten große Teile des Personals gekündigt werden, meint Red-Bull-Teamchef Horner.
Die FIA und Liberty Media „müssen sehr verantwortungsbewusst an die Sache herangehen, denn gerade in Großbritannien sprechen wir möglicherweise von tausenden von Jobs“, meint Horner. „Und das in einer Zeit, in der es für große Schlagzeilen sorgt, wenn eine lokale Autofabrik oder ein Supermarkt schließt.“ Das durch den Brexit sensibilisierte Großbritannien würde durch zusätzliche Streichungen von Arbeitsplätzen leiden. „Es gibt da also auch eine soziale Verantwortung, die in Betracht gezogen werden muss, wenn man über Restriktionen und Obergrenzen spricht.“, meint Horner.
Die Fahrergehälter sind von der Budgetdeckelung nicht betroffen und das wirft einige kritische Fragen auf. „In manchen Fällen verdienen die Fahrer bis zu 50 Millionen US-Dollar pro Jahr. Wie viele Arbeitsplätze sind das? Das kommt nicht gut an. Man sollte sich das also noch einmal genau anschauen, und ich glaube, dass das der FIA und Liberty Media bewusst ist.“ Erklärt der Red-Bull-Teamchef. „Sie holen derzeit ein Feedback ein, und je mehr sie sich damit befassen, desto mehr Fragen tauchen auf.“, fügt er hinzu.
Im Vergleich: die Jahresbudgets der großen Teams betragen derzeit rund das doppelte des anvisierten Budgetlimits. Um einen Mitarbeiterabbau zu vermeiden, denkt McLaren über einen Einstieg in die US-amerikanische IndyCar-Serie und in die Langstrecken WEC.
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