Hut ab – Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo fuhr am Mittwoch in Barcelona die bisher schnellste Runde des Formel 1-Wintertests 2018. Doch nicht nur das – mit einer Zeit von 1:18.047 Minuten legte der Australier die schnellste jemals gefahrene Runde auf der aktuellen Ausrichtung des Circuit de Barcelona-Catalunya hin. Mit seiner Wahnsinns-Zeit hatte Ricciardo einen Vorsprung von 0,353 Sekunden auf Titelverteidiger Hamilton im Mercedes.
neuer Hypersoft-Reifen beeindruckt
Auf dieser Traum-Runde war Ricciardo mit dem Hypersoft-Reifen unterwegs, von welchem er sehr angetan ist. Dabei stieß der Red-Bull-Pilot insbesondere in der schnellen Rechtskurve gegenüber der Start-Ziel-Gerade an die Grenzen der Fliehkräfte, wie er schildert: „Schneller ging es dort nicht. Ich bin Kurve 9 voll gefahren und hatte dabei das Gefühl, dass mein Kopf auf die Tribüne fliegen will“.
Fuhr Ricciardo Kurve 9 grundsätzlich voll? „Nicht immer, aber sobald die Hypersoft-Reifen montiert sind, ist der Grip und Abtrieb dieser Autos wirklich beeindruckend. Man lenkt einfach ein und hält das Lenkrad fest. Ich erinnere mich noch, dass wir vor ein paar Jahren vor Kurve 9 sogar einen Gang runterschalteten.“
Bei Mercedes waren zwar weder Hamilton, noch Bottas auf Hypersoft unterwegs, man ist nach der Zeit des Australiers jedoch gewarnt. „Es gibt drei schnelle Teams. Und es besteht kein Zweifel daran, dass Red Bull dieses Jahr einer unserer Gegner sein wird“, so Mercedes-Technikchef James Allison gegenüber ‚Sky Sports F1‘. „Je länger die Wintertestfahrten dauern, desto besser versteht man die Kräfteverhältnisse“, sagt Allison und merkt an: „Doch selbst jetzt, bei nur noch zwei verbleibenden Testtagen, gibt es noch kein komplett klares Bild. Es ist nicht möglich zu sagen, ob wir die Nase noch vor ihnen haben oder ob sie ihre Nase vor uns haben. Fest steht nur, dass es eng zugeht.“
Ferrari schwer einzuschätzen
Niki Lauda sieht es wie Allison. „Bis jetzt sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Red Bull und uns aus“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende des Mercedes-Teams gegenüber ‚auto motor und sport‘ und fügt hinzu: „Ferrari können wir schwer einschätzen, weil sie ein anderes Programm fahren.“
Ricciardo bekräftigt Laudas Aussagen auch aus Red-Bull-Sicht: „Ich bin recht zuversichtlich, dass Mercedes nur knapp vor uns liegt. Ich gehe davon aus, dass wir deutlich näher dran sind als im vergangenen Jahr. Bei Ferrari bin ich mir aber nicht sicher. Ich weiß nicht, wo Ferrari einzuordnen ist.“
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