Rast gewinnt in Moskau, Auer mit furioser Aufholjagd

Im turbulenten ersten Rennen der DTM am Moscow Raceway dominierte René Rast und holte sich mit seinem zweiten Saisonsieg die Meisterschaftsführung. Lucas Auer zeigte eine bärenstarke Leistung

Nachdem die Ampeln ausgingen, ging das Chaos los. Hinter den beiden Führenden Rene Rast und Audi Teamkollege Mike Rockenfeller gab es zahlreiche Berührungen, in den Infights flogen zahlreiche Karbonteile. Der Meisterschaftsführende Mattias Ekström kollidierte mit BMW-Pilot Timo Glock, während Augusto Farfus den vor ihm fahrenden Rockenfeller attackierte, aber vom Deutschen schwer abgedrängt wurde. Nach einem hefigen Rempler des Audi-Fahrers musste Farfus mit einem Plattfuß an die Box und sein Rennen war gelaufen.

Audi-Duell an Rookie

Obwohl Rockenfeller nach seinem bösen Unfall am Norisring mit einem gebrochenen linken Fuß am Start war, kam er seinem Markenkollegen Rast immer näher. Aber der DTM-Neuling verwaltete seine Führung abgeklärt und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg. René Rast: „Ein toller Tag. Schon nach einigen Runden im Audi Simulator hatte ich mich an die Strecke gewöhnt. Ich hoffe, dass wir die nächsten Rennen einfach so weitermachen wie heute“, strahlte Rast. Rockenfeller war trotz des verlorenen Siegesfights hoch zufrieden: „Moskau scheint mir zu liegen. Ich glaube, viele hätten mir das heute nicht zugetraut. Platz 2 ist natürlich ein tolles Ergebnis.“ Hinter dem Duo setzte sich BMW-Fahrer Marco Wittmann gegen den Kanadier Robert Wickens im Mercedes im Kampf um Platz 3 durch.

Tiroler Aufholjagd

Lucas Auer, der nur von P14 losfuhr, nutzte das Tohuwabohu und überholte fünf Gegner. Der Tiroler fuhr in der sechsten Runde an die Box und rollte gemeinsam mit Ekström das Feld von hinten auf. Nach einigen Runden kämpfte sich der Mercedes-Pilot bis auf P6 vor, den er auch sicher ins Ziel brachte. „Generell war es ein schwieriger Tag. Im Rennen ist dann genau das Gegenteil von dem eingetreten, was wir erwartet hatten. Der Grundstein für Punkte waren die erste Runde sowie eine kluge Strategie. So gesehen bin ich nach dem Rennen relativ happy.“ Auer ist nun Zweiter der Gesamtwertung hinter Rast.

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