Am Sonntagabend war Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher bei den Kollegen von Sport1 zu Gast und sprach unter anderem über Bruder Michael, die kürzlich erschienene Netflix-Doku „SCHUMACHER“, das Duell Lewis Hamilton gegen Max Verstappen, uvm.
Ralf Schumacher über …
… die Netflix-Doku „SCHUMACHER“: „Es wäre natürlich viel mehr da gewesen, es war ja eine sehr lange Zeit. Aber ich glaube, es ist zumindest in Sachen Motorsport und sportlich sehr, sehr schön getroffen. Auch viele private Einblicke, auch von der Familie, speziell der Kinder und der Mutter. Das fand ich schon sehr toll, sehr offen. Ich selbst habe es auch dann das erste Mal gesehen, als es rausgekommen ist. Mein Teil war ja schon ein bisschen her. Aber es war schön anzusehen.“
… die Zeit mit Michael: „Wir waren damals so bekannt wie Helmut Kohl. Man konnte sich nirgendwo hinwagen. Die Boulevard-Presse hatte ein Riesen-Anteil. Die Folge war, dass man kein Privatleben hatte. Das ging mir auch so. Ich habe mich darauf gefreut, wenn es vorbei ist. Unser Verhältnis war immer gut. Wir haben aber sechseinhalb Jahre Unterschied. Michael war früh aus dem Haus. Mit 16 war er weg, als er eine Lehre begann. Wir hatte eine schöne Kindheit, haben viel Zeit zusammen verbracht. Wir haben uns auf den Winter gefreut, da war die Kartbahn auch mal zu und wir hatten mehr Zeit für uns. Er hat ganz am Anfang bei mir geschraubt. Das war sehr hilfreich. Wir haben das Überholen geübt. In der Formel 1 war es dann etwas anders, aber auch schön. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen, vor allem auf dem Niveau und an den schönsten Orten der Welt.”
… den Crash von Hamilton und Verstappen: „Es war kein taktisches Foul. Keiner hat nachgegeben. Lewis kam aus der Box. Beide wussten, wer zuerst aus der Kurve rauskommt, hat den Vorsprung. Lewis ist sehr eng in die Kurve reingefahren, darüber kann man sich streiten. Ich kann die Strafe nicht nachvollziehen, für mich war es ein Rennunfall. Wir wollen doch einen harten Fight sehen. Das Problem sind die Regeln. Früher hatte der, der innen fährt, Pech gehabt, wurde in den Kies geschoben. Heute gibt es gleich Strafen.“
… Lewis Hamilton: „Als Rennfahrer finde ich ihn unglaublich. Er ist aber auch nur ein Mensch und diese Superlative verändern einen Menschen auch. Es wird sehr wenig auf seine Fehler eingegangen. Wenn mal Kritik geübt wird, kommt gleich Toto Wolff und sagt: ‚So redet man nicht über einen siebenfachen Weltmeister.‘ Dass die zwei (Max und Lewis; Anm. d. Red.) keine Freunde mehr werden, ist nach Silverstone auch klar. Ich finde, Lewis hat zu sehr dramatisiert – angesichts dessen, dass er am nächsten Tag wieder putzmunter nach New York geflogen ist. Er ist ein bunter Vogel, der sich viel traut. Er gibt der Formel 1 sehr viel. Er hat ein bisschen einen Heiligenschein.“
… die Vertragsverlängerung von Sebastian Vettel: „Das Wichtigste ist, dass er die Entscheidung getroffen hat. An diesem Punkt in seiner Karriere gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder bleibe ich bei der Familie oder ich fahre weiter. Er will jetzt weitermachen – und das finde ich gut, auch für uns in Deutschland. Ich sage es wie Gerhard Berger: ‚Mir ist es wurscht, ob er Bienen züchtet oder nicht. Hauptsache, er fährt weiter vorne.‘ Ich plädiere trotzdem dafür, dass man nicht zu viel Politik in die Formel 1 bringt. Die Formel hat sich entschieden, unpolitisch zu sein.“
… dessen Perspektiven bei Aston Martin: „Bis Aston Martin um den Titel fahren kann, glaube ich nicht, dass Vettel noch in der Formel 1 ist. Da sehe ich schwarz für Aston Martin. Andere sind besser aufgestellt, zum Beispiel McLaren. Als Fahrer fährt man nie gerne hintenrum. Da wird er natürlich ungeduldig.“
… den Konflikt zwischen Mazepin und Mick: „Es ist versöhnlicher als zuvor. Er will aber mit aller Gewalt zeigen: Ich bin besser als Mick. Für mich ist er überfordert, er hat noch zu viele Probleme mit dem Auto. Er hat in der Formel 2 unter Beweis gestellt, dass er Auto fahren kann. Es geht nur um seine Herangehensweise. Das zehrt auch am anderen Fahrer. Jetzt versucht er es mit der Brechstange. Und das ist das Problem. Wenn er sich Zeit lässt, hat er auch das Potential. Für Mick ist es nicht leicht.“
… die neue DTM: „Wir in Deutschland brauchen diese Plattform. Deshalb bin ich unheimlich froh, dass es Gerhard geschafft hat, die Serie zusammenzustellen. Die Leute sagen immer nur: ‚Formel 1, Formel 1‘. Die Formel 1 wird nicht reichen mit ihren 20 Plätzen, wir müssen auch andere Serien stärken.“
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