Kimi Räikkönen war auf dem Weg zur sicheren Pole Position, übersteuerte aber in Kurve 16 – Teamkollege Sebastian Vettel erbt
Der „Iceman“ war in den ersten beiden Sektoren der schnellste Mann, war aber im letzten Sektor zu ungestüm. Seine Hinterreifen waren bereits überhitzt und so rutschte der Finne um die Ecke und schmiss so die Bestzeit weg. Am Ende nur Sechster, verließ er wortlos die Teamgarage. WM-Leader Vettel brannte schon im ersten Umlauf eine Topzeit in den Asphalt der aserbaidschanischen Hauptstadt, die für Platz 1 reichte. „Es war ein gutes Qualifying. Wir hatten alles im Griff und der vorletzte Run war beinahe perfekt“, so der Deutsche. Der Ferrari-Pilot verwies in 1:41.498 Minuten die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (+0,179 Sekunden) und Valtteri Bottas (+0,339) auf die Plätze. Vettel, der nun zum dritten Mal in Serie am besten Startplatz steht ist komplett auf Sieg eingestellt. „Es wird sicher nicht einfach, weil wir alle eng beisammen sind, aber sieht dennoch gut aus für uns für morgen.“
Mercedes zufrieden
Hamilton startet neben Vettel aus Reihe 1 und war damit nicht unglücklich. „Die letzten Rennen liefen für uns nicht besonders, da wir die richtige Abstimmung für die Reifentemperatur nicht immer gefunden haben. Heute lief das schon deutlich besser.“ Der Brite war auf dem Baku City Circuit noch nie besser klassiert als Fünfter. Auch Teamchef Toto Wolff war sichtlich erleichtert: „Wir haben uns wirklich zurückgerauft. Die Ingenieure haben mit den Piloten zusammen über Nacht das richtige Setup gefunden. Für die Pole hat es nicht ganz gereicht, aber die Ausgangslage ist gut.“ Dahinter steht Stallgefährte Bottas und man ist bei den Silbernen optimistisch, weil die Longrun Zeiten gut ausgesehen haben. „Es wird ein langes Rennen und wie wir aus dem Vorjahr wissen, kann hier viel passieren. Wir sollten im Renntrimm vorne mit dabei sein,“ so Bottas, der in den letzten beiden Grands Prix in Bahrain und Shanghai jeweils als Zweiter ins Ziel kam.
Bullen vorerst gebremst
Red Bull Racing sah in den Freien Trainings pfeilschnell aus, doch im Qualifying reichte es dann doch nicht für ganz vorne. „Ferrari und Mercedes können im Zeittraining immer noch ein paar Knöpfe verstellen. Diese Möglichkeit haben wir nicht, aber im Rennen sollten wir wieder stark sein. Baku kann eine sehr hektische Angelegenheit werden. Lasst uns sehen, was morgen passiert“, so RBR Boss Christian Horner.
Lebenszeichen von Force India und Williams
Force India und Williams Racing meldeten sich in Baku zurück: Esteban Ocon und Sergio Perez holten sich die Ränge 7 & 8. „Das war ein deutliches Zeichen, dass es aufwärts geht. Nun müssen wir dieses Ergebnis auch in WM-Zähler umsetzen“, gibt Ocon den Weg vor. Die Williams Piloten Lance Stroll und Sergey Sirotkin scheiterten haarscharf an Q3. Stroll lag letztlich nur ein Zehntel hinter Daniel Ricciardo. „Wir haben uns nach einem harten Qualifying gut geschlagen. So können wir morgen auf Punkte losgehen“, so der Kanadier.
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