Punktejad im Mondlicht

1_singapore_f1_night_race_2012_city_skylineDie Formel 1 zieht von Europa nach Asien um und WM-Leader Lewis Hamilton kann auf der Fernost-Tour wohl den Sack zumachen

Lewis Hamilton führt in der Weltmeisterschaftswertung 53 Zähler vor seinem Stallgefährten und schärfsten Rivalen Nico Rosberg. Das heißt, der Brite könnte zweimal einen Nuller anschreiben, während Rosberg gewinnt und wäre immer noch vorne. Dass der Mercedes-Star aber gerade auf einer seiner Lieblingsstrecken ohne Punkte bleibt ist sehr unwahrscheinlich. Hamilton gewann die Neuauflage des Singapur Grand Prix bereits zweimal, 2009 und 2014, und möchte mit einem dritten Sieg beim Nachtrennen nicht nur mit Rekordsieger Sebastian Vettel gleichziehen – der Neuseeländer Graeme Lawrence siegte in den 1970er Jahren ebenfalls dreimal, aber auf einer völlig anderen Strecke wo noch untertags gefahren wurde. „Singapur ist ein toller Event. Es war das erste Nachtrennen der Formel-1-Geschichte, der Kurs durch die Straßenschluchten ist sehr anspruchsvoll und die ganze Atmosphäre rund um den GP in der Stadt ist einzigartig“, so Hamilton, der nicht nur die spektakuläre Strecke, sondern auch die heißen Siegerparties in der asiatischen Metropole liebt.

Sebastian-Vettel-Ferrari-Formel-1-Test-Abu-Dhabi-25-November-2014-fotoshowBigImage-4c4eea4e-826734Rekordsieger mit Ambitionen

Auch Sebastian Vettel hat sich für Singapur viel vorgenommen. Der Deutsche liebt die Strecke ebenfalls, hat hier mit Red Bull bereits dreimal gewinnen können. Aber auch sein neuer Arbeitgeber Ferrari war durch Fernando Alonso 2010 hier schon erfolgreich. „Singapur wird völlig anders als Monza, aber ich freue mich darauf. Der Kurs liegt mir und ich hatte dort eigentlich immer gute Rennen. Wir werden natürlich alles tun um Mercedes schlagen zu können, aber es wird nicht leicht werden. Die Silbernen sind sehr stark“ so Vettel.

Vettel SingapurÜberraschungen aus dem Mittelfeld

Die kurvige Strecke könnte auch eine Chance für Mittelfeld-Teams sein, endlich wieder einen Podiumsplatz einzufahren. „In Singapur ist die Motorleistung nicht so entscheidend wie in Monza. Im Kurvengeschlängel sind andere Faktoren wichtiger und das sollte unserem Wagen entgegenkommen“, glaubt Daniel Ricciardo an ein erfolgreicheres Wochenende für die Bullen. Auch Lotus-Pilot Romain Grosjean, der in Spa sensationell auf dem Podest stand, sieht im Kleinstaat die Möglichkeit auf eine weitere Überraschung. „Auf einer Strecke wie Singapur macht der Fahrer den Unterschied und sein Vertrauen in den Wagen. Und mein Vertrauen in unseren E23 ist groß.“

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