Partnerschaft mit Toyota soll Haas noch weiter nach vorne bringen

Das MoneyGram Haas F1 Team holte in der vergangenen Saison P8 in der Konstrukteurswertung in einem hart umkämpften F1 Mittelfeld. Die strategische Partnerschaft mit Toyota soll nun noch mehr Leistungsstärke und Ressourcen bringen

Unter Teamchef Ayao Komatsu wuchs Haas zwar immer wieder über sich hinaus, allerdings scheint angesichts der begrenzten Ressourcen, der deutlich kleineren Belegschaft und spartanischer Ausstattung im Vergleich zur Konkurrenz das Plafond erreicht.

Dementsprechend haben Komatsu und Teameigner Gene Haas mit Toyota einen strategischen Partner an Bord geholt, der künftig entscheidend in der Entwicklung sein soll, darunter auch die Fahrerauswahl betreffend.

Haas ist aktuell noch Kunde der Scuderia Ferrari HP, nutzt deren Motoren, Getriebe und andere Komponenten. Zudem wurden Ferrari-Nachwuchsfahrer unter Vertrag genommen, von Mick Schumacher bis Oliver Bearman.

Obwohl Komatsu betont, dass diese Verbindung nach wie vor sehr wichtig ist, schlägt Haas mit Toyota ein neues Kapitel auf. Der Rennstall tritt nun offiziell als TGR Haas F1 Team auf. Dadurch kann Haas unter anderem, in Banbury, England, eine eigene Simulatoranlage errichten und Ende 2026 in Betrieb nehmen.

Darüber hinaus kann das kleine US Team auf den Ingenieurpool von Toyota zurückgreifen. „Eines der vielen Ziele von Toyota ist es, Talente zu fördern – und dazu gehören auch Fahrer. Aber das Wichtigste ist: Leistung. Jeder, der in unserem Rennwagen sitzt, muss die beste Wahl in puncto Leistung sein,“ erklärt Komatsu im Gespräch mit Motorsport Week.

„Darüber sind wir uns alle einig, sogar Akio-san (Toyoda, Toyota-Vorsitzender). Selbst wenn er beispielsweise einen japanischen Fahrer aus seiner Akademie bevorzugen würde – es wäre lächerlich, wenn wir diesen Fahrer einsetzen würden, obwohl er nicht gut genug ist.“

Kurz nach seiner Ernennung sprach Komatsu über die Schwächen, die Haas beheben muss. Er gab zu, dass die meisten Teams doppelt oder sogar dreimal so viele Mitarbeiter wie Haas haben. In diesem Sinne ist die Vereinbarung mit Toyota ein Wendepunkt. Sie bringt einen dringend benötigten Ressourcenschub, der in Zukunft entscheidend sein kann.

 

Posted in ,