Rechtzeitig vor seinem “Heimrennen” in Monaco kommt Nico Rosberg in Form und holt sich in Barcelona den ersten Saisonsieg
Bislang sah der Wahl-Monegasse mit finnischem Vater und deutschem Pass gegen seinen Teamkollegen, Titelverteidiger Lewis Hamilton, heuer blass aus. Was er auch versuchte, nichts wollte gelingen. Die drei Wochen Pause zwischen dem Bahrain GP und dem Europaauftakt in Spanien nutzte Rosberg dazu „mich neu zu fokussieren. Der Abstand hat gut getan. Ich habe praktisch den Reset-Knopf gedrückt und hier von Null begonnen.“ Und der Plan ging auf. Vom ersten Training an, war die vermeintliche Nummer 2 im Silberpfeil auf dem Circuit de Catalunya die Nummer 1. Rosberg dominierte die Trainings, holte sich souverän die Pole Position und auch den ersten Sieg des Jahres. „Ein Schlüssel war auch er Start, denn endlich kam ich mal gut weg, Zeit wurde es ja. So konnte ich direkt in der ersten Runde attackieren und mir das Rennen gut einteilen.“ Moralische Unterstützung hatte Rosberg auch von seiner schwangeren Frau Vivien, die den „Glücksbauch“ mitbrachte. Der Sohn von 1982er Champion Keke lief in den gesamten 66 Runden nie Gefahr den Sieg zu verlieren und freute sich „über diesen fantastischen Tag“.
Nächster Streich im Wohnzimmer?
Rosberg hat sich nun mit einem Sieg, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen an Ferrari-Star Sebastian Vettel auf WM-Rang 2 geschoben und den Rückstand auf Hamilton auf 20 Zähler verkürzt. Nun möchte der 29-Jährige bei seinem Lieblingsrennen in 14 Tagen in Monaco nachlegen. „Ab morgen schauen wir auf das nächste Rennen und das ist ja ein ganz besonderes für mich“, grinste der Vorjahressieger im Fürstentum. „Unser Auto ist natürlich noch um einiges schneller als das von Sebastian (Vettel), allerdings macht das in Monaco nicht so viel aus.“ Rosberg siegte sowohl 2013 als auch 2014 in den engen Straßen von Monte Carlo und zog gerade im Vorjahr seinem Stallgefährten den Zahn. Das sieht auch Mercedes Formel 1 Chef Niki Lauda so: „Nico ist in Monaco ganz besonders motiviert und stark. Er ist dort aufgewachsen, kennt dort jeden Randstein und wird nur sehr schwer zu biegen sein. Wenn er dort wieder gewinnt, dann ist der wieder voll an Lewis dran.“ Dennoch warnt Lauda davor, die Konkurrenz außer Acht zu lassen: „In dem Kurvengeschlängel ist aber die Power nicht so entscheidend. Also dürfen wir uns nicht einbilden, dass es nur darum geht, welcher Mercedes gewinnt. Sebastian (Vettel), Kimi (Räikkönen) oder die beiden Williams können dort genauso gewinnen. Und auch Red Bull darf man nie vergessen.“
Auch wenn Niki Nazionale das österreichische Red Bull Team immer wieder zu den geheimen Sieganwärtern zählt, sind die Bullen vom Rennerfolg so weit weg, wie die McLaren-Honda von WM-Punkten. Daniel Ricciardo konnte dank toller Überholmanöver noch Platz 7 ins Ziel retten, Teamkollege Daniil Kvyat holte als 10. den letzten WM-Zähler. Der Schuldige ist laut Teamchef Christian Horner – immer noch – derselbe: „Motorlieferant Renault darf sich freuen, dass in Barcelona alle vier Aggregate durchgehalten haben. Aber sie müssen endlich mehr Power finden. Natürlich arbeitet man in Frankreich hart daran, aber wir brauchen nun Ergebnisse, damit wir mit Updates wieder angreifen können.“
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