Sebastian Vettel fordert von Ferrari, die Performance-Probleme beim Spanien-Grand-Prix zu untersuchen. Sich auf der Entschuldigung, dass Pirelli eine spezielle Reifenkonstruktion nach Barcelona lieferte und sie den Roten schlechter gelegen hätte als der Konkurrenz, auszuruhen, ist Vettel zu wenig. Man sei zu langsam gewesen.
Drei Dinge bereiten dem Deutschen die größten Sorgen: Erstens das fehlende Tempo, besonders auf dem Soft-Reifen, zweitens der übermäßige Verschleiß im Vergleich zu den anderen Teams und drittens die Probleme am Auto des Teamkollegen, die ihn genauso hätten treffen können.
Sollten die Schwierigkeiten wirklich auf Pirellis Spezialreifen zurückzuführen sein, dann hätte sich das Thema vorerst erledigt. Er wird 2018 nur noch in Le Castellet und in Silverstone zum Einsatz kommen, jene Strecken, wo auf glattem Asphalt gefahren wird.
Sicher ist der Zusammenhang aber nicht. Vettel betont, dass es Ferraris Ziel sein sollte, unter allen Bedingungen ein perfektes Auto zu haben. „Warum Ausreden finden?“, fragt er. „Unter dem Strich waren wir nicht schnell genug. Das müssen wir aber sein, um zu gewinnen. Es gilt, sich damit zu beschäftigen.“
Der Europa-Auftakt gilt als Messlatte für die Fortschritte der Teams. Alles, was sich an das Auto schrauben lässt, wird in der Regel nach Barcelona transportiert. „Wir haben bei diesem Rennen alle Updates gehabt“, sagt er. „Vielleicht hatten andere aber mehr als wir.“
Als nächstes steht der Prestige-Grand-Prix in Monte Carlo an, dem Vettel mit Zuversicht entgegensieht. „Es ändert sich so vieles – die Strecke und die Reifen. Vielleicht können wir das Ruder herumreißen. Ich bin da ziemlich optimistisch“, so der 30-jährige.
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