Montoya: „Perez muss nicht jammern – Red Bull hat viel für ihn getan“

Juan Pablo Montoya kann die öffentliche Verbitterung von Sergio Perez über dessen Zeit bei Oracle Red Bull Racing nicht nachvollziehen.

Perez ist zuletzt in mehreren Podcasts massiv über Red Bull hergezogen und schimpfte, dass er stets unter Beschuss stand bzw. aus Sicht der Teamführung den Ansprüchen nie gerecht wurde.

„War ich schneller als Max, war es ein Problem. War ich langsamer als Max, war es ein Problem,“ gab Perez u.a. im Podcast Cracks Preis. Auch Montoya hörte Perez‘ Aussagen und wunderte sich.

„Gut, wenn du das alles aus der Sicht eines mexikanischen Fans betrachtest, so kannst du natürlich den Vorwurf in den Raum stellen, Pérez sei bei Red Bull Racing nicht fair behandelt worden. Aber ein Kernsatz für mich ist – er wusste, worauf er sich einlassen würde. Unfair hin oder her, aber Red Bull hat ihm die Weichen gestellt zu fünf GP-Siegen. Wie sehr sollte man nach solchen Erfolgen jammern?“ kommentierte der Kolumbianer im Podcast MontoyAS

„Klar kann man einwerfen, das Auto sei oft unfahrbar gewesen, aber es gab letztlich in seiner Zeit bei Red Bull Racing auch sehr viel Positives. Red Bull hat ihm viele Möglichkeiten eröffnet.“

Der ehemalige Williams und McLaren Star weiß nur zu genau: „Als Fahrer musst du das alles abwägen. Will ich bei Red Bull Racing die zweite Geige spielen oder gehe ich zu Alpine? Ein ehrgeiziger Pilot müsste immer zum gleichen Schluss gelangen – lieber die Nummer 2 in einem Team wie McLaren oder Red Bull als die Nummer 1 bei Haas oder Alpine.“

Der zweifache Indy 500 Champion ist sich sicher: „Es liegt vielleicht in der Natur des Menschen, sich zu beklagen. Aber Fakt für mich bleibt: Red Bull hat sehr viel getan für den Status von Sergio Pérez in der Formel 1.“

 

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