Mercedes auch Teamweltmeister

Lewis Hamilton holte sich in Brasilien seinen zehnten Saisonsieg und sicherte so Mercedes den Konstrukteurs-WM-Titel, Red Bulls Verstappen wurde am Weg zum Sieg abgeschossen

Mit den Plätzen 1 durch Lewis Hamilton und 5 durch Valtteri Bottas konnte Mercedes F1 zum fünften Mal in Serie den Weltmeister-Titel bei den Konstrukteuren – vorzeitig – verteidigen. Dabei profitierte der englische Fahrerweltmeister von einem unfreiwilligen Dreher des bis dahin führenden Max Verstappen. „Die Jungs hier und in der Fabrik arbeiten das ganze Jahr hindurch so hart und ich bin sehr froh, dass wir ihnen das zurückgeben konnten. Es ist eine Ehre für dieses Team zu fahren. Heuer hatten wir Probleme mit dem Motor, mit den Reifen, haben auch Fehler gemacht, sind aber immer wieder zurückgekommen“, war Hamilton glücklich. „Natürlich war die Situation für Verstappen unglücklich, aber solche Dinge passieren. Lewis war zum richtigen Zeitpunkt da. Er hat einen Topjob gemacht und wir sind natürlich alle sehr, sehr happy“, so Silberpfeil-Boss Toto Wolff.

Ocon entscheidet das Rennen

Die Red Bull Piloten bekamen ihre weicheren Reifen rasch auf Temperatur und so konnte sich Verstappen von P4 bis an die Spitze vorarbeiten. Der Niederländer spulte Runden im Qualifyingtempo ab und baute seinen Vorsprung auf Hamilton so weit aus, um trotz Boxenstopp vorne zu bleiben. Allerdings hielten ihn dann Hinterbänkler noch auf und er fiel beim Reifenwechsel hinter den Briten zurück. Kaum wieder auf der Strecke, rauschte „Mad Max“ wieder heran und schnappte sich den Mercedes-Piloten in Runde 40. „Das Auto war fantastisch, wir hatten die richtige Strategie und ich hätte das Rennen sicher gewinnen können, wenn mir dieser Idiot nicht in den Wagen gefahren wäre“, glühte Verstappen nach dem Rennen vor Zorn. Denn Force India Pilot Esteban Ocon rempelte ihn bei einer Überrundung im Senna S in einen Dreher und zerstörte einen Großteil des Unterboden am Red Bull. „Ein Überrundeter, der bei Mercedes unter Vertrag steht, und dann Max abräumt und so Mercedes-Mann Hamilton den Weg zum Sieg ebnet, mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Völlig idiotisch diese Aktion“, schimpfte Red Bull Motorsport-Direktor Helmut Marko wie ein Rohrspatz. „Es ist jammerschade. Max hätte locker gewonnen.“ Verstappen wurde Zweiter hinter Hamilton, während der nach der Quali strafversetzte Teamkollege Daniel Ricciardo von Rang 11 noch auf P4 nach vorne kam.

Ferrari geschlagen

Im Qualifying waren die Roten noch pfeilschnell, doch im Rennen kamen sie mit den härteren Reifen nicht auf Touren. Kimi Räikkönen zeigte mehr Pace als Sebastian Vettel und wurde von Teamchef Maurizio Arrivabene vorbeigewinkt. Der Finne kämpfte sich zunächst an Bottas vorbei und verteidigte dann seinen Stockerlplatz gegen Ricciardo erfolgreich. „Es war ein interessantes Rennen mit vielen engen Kämpfen. Daher hat es Spaß gemacht und ich bin ganz zufrieden mit P3“, analysierte der „Iceman“ in gewohnt gelassener Manier. Stallkollege Vettel rollte um den Kurs und querte als unauffälliger Sechster die Ziellinie.

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