Mentalcoach Riccardo Ceccarelli hält George Russells Situation für prekärer als die von Charles Leclerc.
„Etwas ist passiert, was wir uns ehrlich gesagt zu Jahresbeginn nicht hätten vorstellen können und vor allem nicht in Monte Carlo erwartet hätten. Kimi Antonelli hat im Fürstentum etwas Sensationelles geleistet: Er sicherte sich die Pole-Position und kontrollierte das Rennen trotz zweier Starts,“ so der Chef von Formula Medicine.
Ceccarelli betonte die psychologische Bedeutung von Russells aktuellem Rückstand und hob die Wichtigkeit einer starken Reaktion in den kommenden Rennen hervor.
„Russell ging als großer Favorit in die Weltmeisterschaft. Er hatte das überlegene Auto und hat Kimi vielleicht unterschätzt, weil er ihn für einen jungen, noch unerfahrenen Fahrer hielt.“
„Tatsache ist aber, dass er mit 68 Punkten Rückstand aus Monaco zurückkehrte: Ich denke, das ist ein schwerer Schlag, der ihn psychisch oder sogar komplett aus der Bahn werfen könnte.“
Ceccarelli sieht auch die Lage von Ferrari Star Leclerc kritisch.
„Lewis Hamilton ist wieder in Topform, denn Leclerc in Monte Carlo zu schlagen, ist keine leichte Aufgabe, nachdem ihm das in Kanada bereits gelungen ist.“
„Diese Episode hat Charles möglicherweise sehr geärgert: Leclerc musste sich beim Stopp hinten anstellen, obwohl sein Teamkollege eine Strafe absitzen musste. Für den Monegassen war das vielleicht ein schlechtes Signal: Hätte die Scuderia Lewis, der die Strafe hatte, opfern müssen und nicht Charles?“
Der weltbekannte Sportpsychologe riet beiden Piloten, sich auf ihre jeweiligen Rennen zu konzentrieren und sich nicht von äußerem Druck ablenken zu lassen.
„Man muss alle Zweifel ausblenden, die Energie, Konzentration und Fokus rauben. Beide Fahrer befinden sich in der gleichen Situation, mit dem Unterschied, dass Ferrari nicht um die Weltmeisterschaft spielt und die Punktedifferenz zwischen den Cavallino-Fahrern gering ist. Daher ist es für Charles einfacher, einen Durchbruch zu erzielen als für Russell.“
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