McLarens Vorsprung nicht auf Updates zurückzuführen

Lando Norris kam in Zandvoort mit mehr als 22 Sekunden Vorsprung auf Max Verstappen ins Ziel und fuhr so zu seinem zweiten Sieg. Die hohe Überlegenheit des McLaren überraschte selbst Teamchef Andrea Stella.

„Ich würde sagen, es war eine positive Überraschung für uns. Wir hätten das nicht gedacht, als wir nach Zandvoort gekommen sind, denn das war in der Vergangenheit ein eher schwieriges Pflaster für uns. Wir haben also nicht damit gerechnet, im Qualifying eine so starke Performance zeigen zu können und diese dann auch noch im Rennen zu bestätigen.“, erklärt Stella nach dem Grand Prix.

„Ich freue mich sehr für das Team und natürlich auch für Lando. Er hat bewiesen, wie konkurrenzfähig er ist. Wir wussten immer, wozu er in der Lage ist. Er war dieses Wochenende fehlerfrei unterwegs. Es ist etwas schade für Oscar, denn er hatte das Potenzial, um aufs Podest zu fahren und Max unter Druck zu setzen. Aber leider steckte er hinter Charles Leclerc fest und konnte nicht überholen.“, so der McLaren-Teamchef.

McLaren brachte an diesem Wochenende wieder neue Updates. Jedoch ist die Leistungssteigerung nicht dadurch zu erklären. „Der Performance-Vorsprung an diesem Wochenende ist größer als der Zeitgewinn, den die Upgrades gebracht haben. Ich denke, diese Strecke hat einfach sehr gut zu unserem Auto gepasst und die Upgrades haben sicher auch etwas Performance gebracht, aber ich würde nicht sagen, dass die neuen Teile den ganzen Vorsprung ausgemacht haben.“, stellt Stella klar. „Aber, dass wir es wieder geschafft haben, Neuerungen ans Auto zu bringen, die das gebracht haben, was wir uns erhofft haben, gibt mir die Gelegenheit, mich nochmals beim ganzen Team für die harte und gute Arbeit zu bedanken, die jeder Einzelne geleistet hat. Es sind weitere Projekte für die nächsten Rennen geplant und das lässt uns mit Spannung auf den letzten Teil der Saison blicken.“

Das Team aus Woking liegt in der Konstrukteurswertung nun nurmehr 30 Zähler hinter Red Bull, was die Motivation der gesamten Belegschaft ankurbelt: „Wir haben schon vor dieser WM-Runde an unsere Chance geglaubt, in der Konstrukteurswertung zu triumphieren, und das tun wir jetzt umso mehr. Wir sprechen hier von Red Bull Racing, einem Team, das sehr dominant ist und sehr gut weiß, was es tut. Es wird also nicht einfach. Aber wir werden unser Bestes geben und ich kann gar nicht in Worte fassen, wie gut es wäre, den Titel in der Team-Wertung zu holen.“

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