McLaren und Honda wollen 2015 nichts dem Zufall überlassen: In Silverstone gab es letzte Woche die ersten Funktionstests des Honda-Motors im überarbeiteten McLaren
Vor dem Japan-GP tauchten einige negative Schlagzeilen über die Honda-Rückkehr 2015 auf: Von Verzögerungen und Schwächen beim neuen Triebwerk war die Rede. Doch nun absolvierte McLaren letzte Woche in Silverstone heimlich, still und leise die erste Probefahrt des neuen Honda-Turbos in einem dafür umgestrickten McLaren-Boliden von 2014. Die Testfahrten in der Formel-1 sind bekanntlich stark eingeschränkt, aber McLaren nutzte einen erlaubten 100-Kilometer-Filmtag mit Demoreifen von Pirelli. Am Steuer saß Testfahrer Oliver Turvey.
McLaren bereitet sich mit Hochtouren auf die neue Ära vor. Da bleiben auch Umstrukturierungen nicht aus. Die größte Änderung ist mit Sicherheit die Verpflichtung von Fernando Alonso, der in Kürze als neuer Starfahrer für 2015 bestätigt werden wird. Der Vertrag mit Alonso dürfte zwei Jahre umfassen, mit einer Option auf eine dritte Saison, aber auch mit Ausstiegsklauseln, sollte McLaren Honda nicht konkurrenzfähig sein. Dann könnte Alonso doch noch versuchen, 2016 ein Mercedes-Cockpit zu erhaschen.
Aufwärtstrend eingeleitet
Alonso könnte auch zwei Ferrari-Mitarbeiter zu McLaren mitbringen: Seinen Renningenieur Andrea Stella, sowie den Sportdirektor Massimo Rivola. Erst kürzlich hat sich McLaren vom bisherigen Sportdirektor Sam Michael getrennt. Der Australier kam Ende 2001 zu McLaren, nachdem er sich zuvor seit 1993 für Lotus, Jordan und Williams in der Formel-1 als Ingenieur einen Namen gemacht hat. Bei McLaren brachte er das Team aber nicht wirklich nach vorne.
Wobei jüngst ein Aufwärtstrend dank eines neuen Frontflügels unverkennbar ist. Jenson Button wurde in Brasilien starker Vierter. Die aktuelle McLaren-Durststrecke ist tiefgreifend: Seit 37 GP-Rennen stand kein McLaren-Fahrer mehr in der Ersten Startreihe, die letzte längere Dürre gab es von Südafrika 1978 bis Spanien ’81 (50 Rennen).
Noch hat McLaren auch keinen Hauptsponsor für 2015 präsentiert. Es wird spekuliert, dass dank Alonso der spanische Telekommunikationsriese Téléfonica anheuern könnte.
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