Helmut Marko hat der Behauptung von Christian Horner über sein ablehenendes Urteil gegen den noch jungen Max Verstappen widersprochen.
In seiner neuen Autobiografie „Drive“, die am 22. Oktober erscheint, erhebt Horner den brisanten Vorwurf, Marko habe Verstappen nicht im Team haben wollen. Laut Horners Darstellung musste sich Verstappens Vater Jos massiv dafür einsetzen, den Deal unter Dach und Fach zu bringen.
„Ich ignoriere das so gut es geht. Ralf Schumacher hat das sehr gut auf den Punkt gebracht“, erklärte der Österreicher nun.
Schumacher hatte im Podcast „Backstage Boxengasse“ kommentiert, Horners Behauptung sei „eine absolute Lüge. Marko ist auf Max zugegangen, als dieser gerade einmal elfeinhalb Jahre alt war. Damals sagte Jos, es sei noch zu früh für ihn.“
„Der Doktor, wie man ihn kennt, war etwas verschnupft und sagte: ‚Okay, wenn ihr nicht wollt, dann eben nicht.‘“
Der 83-jährige Österreicher, der Red Bull Ende 2025 verließ, bestätigte Schumachers Darstellung. „Es ist gut gelaufen, so wie es gekommen ist. Max war damals im Kartsport erfolgreich, und wir hatten davon keine Ahnung.“
„Später, in der Formel 3, kamen wir uns dann wieder näher, und so entstand diese beispiellose Erfolgsgeschichte.“
Marko widerspricht Horner und hält dagegen, dass stattdessen der Brite Zweifel an der Beförderung Verstappens zu Red Bull geäußert hatte, nach nur vier Rennen in der Saison 2016.
Verstappen feierte bei seinem Debüt für die „Bullen“ dann in Spanien einen sensationellen Sieg und wurde zum jüngsten Formel-1-Sieger aller Zeiten.
„Ich habe Max in die Formel 1 geholt und musste mich bei seinem ersten Rennen für Red Bull in Barcelona gegen Horner durchsetzen. Er hielt Max für zu jung und zu unerfahren“, so Marko.
Bekanntlich verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Marko und Horner nach dem Tod des Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz.
Es entbrannte ein Machtkampf, in dessen Folge Horner wenige Tage nach dem Großen Preis von Großbritannien 2025 seines Amtes enthoben wurde, womit seine 20-jährige Ära an der Spitze des Teams endete.
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