Helmut Marko enthüllte die rigorosen Trainingsmethoden, die Max Verstappen in seinen jungen Jahren durchlaufen musste und die maßgeblich zu seinem Erfolg als vierfacher Formel-1-Weltmeister beitrugen.
Marko, der bei Oracle Red Bull Racing eine enge Bindung zu Verstappen aufbaute, gab Einblicke in das intensive Trainingsprogramm, das Vater Jos Verstappen dem heute vierfachen F1 Champion auferlegt hatt
„Man muss immer der Erste, der Beste sein – diese Worte seines Vaters hat der Sohn sich regelrecht eingeprägt,“ so Marko zu DIE ZEIT
Marko beschrieb die anspruchsvollen Bedingungen, denen der junge Max ausgesetzt war, und betonte die Unerbittlichkeit seines Trainings.
„Jos‘ hartes Training war extrem. Ein Beispiel: In der Nähe von Mailand, am Gardasee, gibt es zwei Go-Kart-Bahnen, auf denen Max fahren musste, bis seine Finger blau waren. Ob es nur 10 Grad waren oder regnete, spielte keine Rolle.“
Trotz der Härte des Trainings erkannte Marko dessen Vorteile an und hob Max‘ außergewöhnliche Leistungen bei widrigen Wetterbedingungen hervor.
„Aber er profitiert immer noch von der Härte seines Vaters. Wenn Max bei schlechtem Wetter auf die Strecke geht, ist er sofort zwei Sekunden schneller als die anderen.“
Auf die Frage nach den psychologischen Auswirkungen eines solch extremen Trainings räumte Marko ein: „Ja, nicht jeder Junge hätte das psychisch verkraftet.“
Marko verglich Verstappen auch mit einem anderen Red-Bull-Champion, Sebastian Vettel, und hob ihre gemeinsame Entschlossenheit und ihren Ehrgeiz hervor.
„Als mir Vettel damals gegenübersaß, hatte er gerade 18 von 20 Formel-BMW-Rennen gewonnen. Er war unzufrieden, dass er die anderen beiden nicht auch noch gewonnen hatte. Dieser unbändige Wille hat mich geprägt.“
Marko kommentierte Verstappens Reife und Zielstrebigkeit als er erstmals in das Red Bull Universum kam.
„Verstappen machte den Eindruck, als stecke in seinem 15-jährigen Körper der Geist eines 25-Jährigen. Max hatte ein klares Ziel, was sich unter anderem auf das extrem effektive und harte Training seines Vaters zurückführen lässt.“
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