Nigel Mansell hat aktuell keine Freude daran, sich die Königsklasse anzusehen.
Die F1 Legende würdigte zwar die Leistung des angehenden Weltmeisters Kimi Antonelli, meinte jedoch, dass die Rolle des Piloten so wenig ausschlaggebend sei wie noch nie zuvor.
„Mir mich es keinen Spaß die Rennen anzusehen. Das ist nicht die wahre Formel 1 und das wissen wir alle. Diese ganzen Hilfen und Gimmicks lassen den Fahrer fast unwichtig erscheinen,“ so der ehemalige Williams, Lotus und Ferrari Star in einem britischen Podcast.
Mansell hat „mit vielen heutigen und ehemaligen Piloten gesprochen und sie sind genauso unzufrieden wie die klassischen Fans.“
„Wahrscheinlich werde ich dafür gesteinigt, aber leider sind viele Überholmanöver schlichtweg völlig künstlich. Manche davon sehen zwar großartig aus, doch dann kommt man aus der nächsten Kurve, und das andere Auto schießt einfach an einem vorbei, weil der ‚Computer‘ die zusätzliche Leistung freigibt. Der Fahrer hat darauf keinen Einfluss; er hätte diese Leistung in dem Moment gar nicht abgerufen.“
Der 31-fache Grand Prix Sieger würdigte die Leistung von Mercedes-AMG Petronas F1 Team Star Kimi Antonelli, relativierte aber die Position des Fahrers in der heutigen Formel 1.
„Antonelli hat einige herausragende Rennen gezeigt und er kann offensichtlich mit dem Reglement gut umgehen. Zudem ist sein Mercedes bärenstark.“
„Aber er hatte natürlich auch Glück, dass George (Russell) einige technische Defekte hatte, die ihm erspart blieben. Das ist bei der Einführung eines neuen Reglements oft mitentscheidend. Denn zu Saisonbeginn hatte er doppelt so viele Rennsiege wie Kimi und war dennoch 40 Punkte hinten.“
Doch Mansell ist grundsätzlich kein Freund der heutigen Formel 1. „Egal, wie man es dreht und wendet. Die Ingenieure, die Computer, die Technik hat viel zu viel Einfluss. Auch zu meiner Zeit gab es Unterschiede zwischen den Autos, aber Du konntest als Fahrer Vieles wettmachen. Das ist heute praktisch unmöglich.“
„Das sieht man deutlich, wenn man sich Fernandos (Alonso) Saison ansieht. Er ist – noch immer – ein großartiger Fahrer. Aber in diesem Aston Martin hat er keine Chance.“
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