Lotus hofft auf Punkte in Shanghai

lotus-e22-886x566Nachdem beide Autos den Grand Prix von Bahrain zumindest beenden konnten, erhofft Frederic Gastaldi, Lotus` stellvertretender Teamchef, beim Rennen in Shanghai endlich Punkte. Diese zu erreichen, wird nach wie vor ein sehr schwieriges Unterfangen…

 

 

Gastaldi optimistisch aber auch realistisch

Der stellvertretende Teamchef sieht seine Mannschaft vorankommen, vor allem was die Performance des Autos betrifft. Maldonado hätte es trotz seines Zwischenfalls schon in die Punkte schaffen können. „Bahrain war positiv im Vergleich zu unserem Saisonstart“, gibt sich der Italiener optimistisch. „Wir haben noch eine Menge zu tun, aber ich setze große Erwartungen in die neuen Teile. Mit ihnen sollten wir unser Verbesserungspotential weiter ausschöpfen“, so Gastaldi weiter.

Die Motivation bleibt hoch

Natürlich waren die Resultate zu Beginn der Saison für das Team ernüchternd, da man von den Punkterängen doch weit weg war. Dies hat der Motivation der Mitarbeiter keinen Abbruch getan und alle noch mehr zusammengeschweißt. „Alle hier sind freundlich und konzentrieren sich auf ihre Aufgaben“, gibt uns Gastaldi einen tieferen Einblick ins Team. „Wir wissen, was zu tun ist und setzen alles daran, auch dorthin zu kommen, wo wir hin wollen. Seit Australien arbeiten wir alle wie verrückt, um Fortschritte zu machen“, gibt sich der stellvertretende Teamchef kämpferisch.

Gastaldi bleibt aber auch Realist. Trotz allem Enthusiasmus und der großen Historie des Teams ist das Erreichen der Punkteränge das erklärte Ziel. Wie schnell das passieren wird, hängt natürlich stark von Motorenhersteller Renault ab. „Es ist aber kein Geheimnis, dass unser Partner – Renault Sport F1 – eine Menge für uns zum Start der europäischen Rennen in Barcelona geplant hat“, gibt sich der Italiener recht zuversichtlich.

China wichtiger Formel 1-Markt

Federico Gastaldi sieht China auch als einen wichtigen Markt für die Marke Formel 1 an. In sportlicher und kommerzieller Hinsicht gibt es enormes Potential. „Wir werden hier in den nächsten Jahren sicher eine wachsende Fan-Gemeinde sehen. Vor allem die vielen jungen Fans bedeuten sehr gute Aussichten für unseren Sport“, prognostiziert der Lotus-Vertreter.

Geburtstagskind Grosjean 

Lotus-Fahrer Romain Grosjean feiert an diesem Rennwochenende seinen 28. Geburtstag und hofft natürlich, sich ein entsprechendes Geschenk machen zu können. Mit Shanghai verbinden ihn sehr gute Erinnerungen, da er 2012 hier seine ersten WM-Punkte einfuhr und auch voriges Jahr erfolgreich war.

Wie der E22 und die Strecke harmonieren, weiß er aber nicht wirklich. „Die Abstimmung von Auto und Strecke wird sehr spannend werden“, glaubt Grosjean. „Wir tun alles, um gute Rundenzeiten hinzulegen und vor allem bestmöglich für den Start der europäischen Rennen in Barcelona gerüstet zu sein.“

Verpatzte Testfahrten

Die Testfahrten Bahrain gestalteten sich mehr als schwierig, da man mit der Motoreinheit einfach nicht zurechtkam. Es wurden nur wenige Runden absolviert , wenigstens an der Aerodynamik des Autos konnte gearbeitet werden. Noch schlimmer war es in der Pre-Season, da wies Lotus einen enormen Rückstand auf. „Jedes Mal, wenn wir Testfahrten machten, gab es Probleme. Ich bin damit nicht sonderlich glücklich, hoffentlich wird es nun besser“, seufzt Grosjean.

Seine Ziele für die nächsten Rennen definiert der Franzose sehr klar. „Wenn wir ein wenig mehr Performance zusammenbringen, können wir in den Punkterängen landen und das wäre sehr wichtig für uns“, erklärt er. „Unsere ganze Konzentration gilt diesem Ziel !“

Maldonado will nach vorn

Pastor Maldonado gelang es in Bahrain, sein erstes Rennen in dieser Saison zu beenden, leider außerhalb der Punketränge. Auch er sieht Shanghai als technisch anspruchsvolle Strecke.

„Es kann hier für uns schon etwas haarig werden, da wir auf den Geraden nicht gerade die Schnellsten sind und eben genau Shanghai über sehr lange Geraden verfügt“, ist der Venezolaner skeptisch. „Grundsätzlich gefällt mir aber die Charakteristik der Strecke.“

Neues Renngefühl durch neue Autos

Die neuen Autos machen das Fahren auf jeder Strecke im Formel 1-Kalender heuer anders als im Vorjahr. „Beim Rennen von Bahrain haben wir wenigstens genug Daten gesammelt, um uns weiter zu entwickeln“, meint Maldonado. Die Tests waren entsprechend mühsam, wieder einmal machte der Motor Probleme. Es gelangen nur wenige Testrunden.

Aussprache mit Gutierrez

Mit Sauber Pilot Esteban Gutierrez hat er sich in Bezug auf den Rennzwischenfall von Bahrain ausgesprochen. „Wir haben über das Thema gesprochen und ich denke, es war ein Missverständnis von beiden Seiten“, sieht Maldonado geteilte Schuld. „Er (Anm.: Gutierrez)war neben der Ideallinie am Kurveneingang und ich war mitten drin. Er sagt, er hat mich nicht gesehen und ich habe nicht erwartet, dass er nach innen zieht“, erklärt der Venezolaner den Abschuss von Gutierrez.

Im nächsten Rennen hat er mit dem Erreichen der Punkteränge dasselbe Ziel wie Teamkollege Romain Grosjean.

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