1979 schockte Niki Lauda die Formel 1 Welt als er während des Freien Trainings seinem damaligen Brabham Teamchef Bernie Ecclestone über seinen sofortigen Rücktritt informierte
„Ich bin plötzlich draufgekommen, dass mir das Rennfahren keine Freude mehr macht, dass mich andere Dinge im Leben mehr interessieren, als mit dem Rennauto im Kreis herumzufahren“, erzählte Lauda Reporterlegende Heinz Prüller später.
„Schon in den letzten Monaten hatte ich gespürt, dass dieser Tag bald kommen wird. Rennautos fahren, das kann man nur mit Herz und Hirn. Herz ist das Allerwichtigste, denn mit der Freude am Fahren überwindet man das Risiko. Aber wenn diese Freude nicht mehr da ist, wozu dann? Man muss sich auf jedes Rennen, jedes Training echt freuen können. Und ich hab dieses Jahr schon manchmal gespürt: Es lässt nach. Da waren die vielen Probleme mit dem Brabham-Alfa: nur zweimal im Ziel, das war nicht lustig, wurde richtig fad. Aber ich war immer noch mit Herz und Kopf dabei – bis Montreal.“
Der Österreicher hatte bereits einen gut dotierten Vertrag für 1980 in der Tasche und mit dem BT49 „ein nagelneues Auto, das wirklich gut lief.“ Doch mitten im Freien Training kam die Erleuchtung: „Ich bin eingestiegen, ganz normal weggefahren, und plötzlich dachte ich mir: Was machst Du eigentlich da, wieso fährst Du hier mit allen im Kreis herum? Ich hab plötzlich die Sinnlosigkeit des Rennsports erkannt – bitte, ausschließlich für mich rein persönlich. Mir reicht’s, ich hab genug.“
Lauda fuhr zurück an die Box, stieg aus und eilte zu Ecclestone. „Ich bin zwei Minuten nach dem Training zu ihm gegangen und hab ihm gesagt: Bernie, ich muss mit dir reden, hast du Zeit? Im Wohnmobil sagte ich ihm dann: Bernie, ich fahr nicht mehr, was können wir tun? Ecclestone ist ein sehr gescheiter Mann. Wie alle, die im Rennsport verstrickt sind, weiß er: Eine solche Entscheidung ist eine tragende. Drum sagte Ecclestone: Pass auf, wir sagen einfach, du hast eine Magenverstimmung. Fahr ins Hotel, pack Deine Sachen, flieg wohin Du willst. So bin ich nach Kalifornien geflogen, um für ein österreichisches Unternehmen ein Flugzeug zu kaufen – was ich zwischen den zwei Grand-Prix-Rennen ohnehin getan hätte.“
Auch in dieser kritischen Situation blieb der damals 30-Jährige ruhig und analytisch. Mit dem Teamchef hatte er gesprochen, nun noch mit dem Hauptsponsor. „Parmalat-Chef Tanzi, den ich noch von der Rennstrecke aus anrief, hat sofort begriffen.“
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