Latifi nächste Saison nicht mehr bei Williams?

Nicholas Latifi steht bei Williams vor dem Aus, wehrt sich aber mit aller Kraft gegen seinen Abschied aus der Formel 1.

„Ich fühle mich jetzt viel wohler und weiß, dass ich an den Rennwochenenden mehr aus dem Auto und mir selbst herausholen kann, da die Leistung jetzt genau da ist, wo sie sein sollte,“ so Latifi zu britischen Medien.

Der Kanadier pocht auf eine faire Einschätzung seiner Leistung gegenüber dem klar erfolgreicheren Teamkollegen Alex Albon. Daher hält er nur jene Rennen ab dem Großbritannien GP für relevant als auch er das neue Chassis mit den Upgrades bekam.

„Das war zu Beginn des Jahres nicht der Fall, aber man kann die vergangenen Rennen nicht leugnen, denn meine Leistung hat sich verbessert. Deshalb denke ich, es verdient zu haben, weiter in der Formel 1 zu bleiben.“

Aber selbst, wenn man nur die Rennen ab Silverstone hernimmt, spricht die Statistik nicht für Latifi. Außer seinem sensationellen zehnten Platz im Qualifying von Großbritannien, kam nichts mehr Nennenswertes. Albon qualifizierte ihn danach immer aus und war auch in allen Rennen stärker.

Dennoch argumentiert der 27-Jährige, dass er im Williams „keinen Fortschritt“ gemacht habe, bis das Chassis getauscht wurde. „Die Leistung war plötzlich da. Ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass da etwas nicht gestimmt hat – vielleicht auch in der Kombination mit den Teilen, die ich genutzt habe. Seit Silverstone geht es bergauf.“

Doch wie es aussieht, steht Latifi mit dieser Meinung recht alleine da. Längst brodelt die Gerüchteküche, dass er 2023 nicht mehr bei den Jungs aus Grove fährt. Routinier Daniel Ricciardo, aber auch Mercedes-Junior Nyck de Vries werden als Kandidaten für Latifis Sitz genannt.

Der will sich nun „auf mich selbst konzentrieren. In diesem Sport gibt es immer Gerüchte und vieles hat man als Fahrer gar nicht unter Kontrolle. Ich konzentriere mich einfach auf meine Leistung und zeige dem Team, was ich draufhabe.“

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