Nach seinem Heimrennen in Montreal hat Nicholas Latifi erstmals öffentlich seinem Unmut Luft gemacht.
Latifi kam bisher immer zwischen P14 und P16 ins Ziel und machte gegen Neo-Teamkollege Alex Albon keinen Stich. Der Thailänder liegt sowohl in Quali als auch Grand Prix mit 7:2 in Front und holte bereits Punkte fürs Team.
Dennoch ließ sich der introvertierte Kanadier nun zu Kritik hinreißen: „Uns fehlt einfach so viel Pace, egal ob mit viel Sprit, wenig Sprit, wenn die Reifen in einem guten Fenster sind – wir sind einfach viel zu weit weg.“
„Wir müssen schauen, ob wir irgendetwas finden. Es muss irgendetwas Grundlegendes sein, weil es keine Situation oder Bedingung auf der Strecke gibt, wo ich das Gefühl habe, dass die Pace gegenüber unserer Konkurrenz da ist – selbst, wenn sie nicht Vollgas fahren“, so Latifi weiter.
Er vermutet sogar, dass er gegenüber Teamkollege Albon gehandicapt ist: „Es gibt Situationen, in denen ich einfach nicht das Gefühl habe, dass mein Auto das kann, was ich bei ihm in den Daten sehe. Das ist kein schönes Gefühl und etwas verwunderlich.“
Williams Racing Teamboss Jost Capito hat für das nächste Rennen in Silverstone neue Teile angekündigt. Die braucht Latifi wohl auch dringend, denn die Medien schreiben ihn schon längst aus dem Cockpit und erwarten Oscar Piastri als Nachfolger.
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