Köpferollen bei Ferrari

Ferrari Pits1Nun ist es passiert. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali tritt ab, das italienische Rennteam bestätigte einen entsprechenden Bericht von „Gazzetta dello Sport“. Der schwache Saisonstart brachte ihn schwer in die Kritik, sodass er nach nur drei Rennen das Handtuch warf. Zum neuen Teamchef wurde Marco Mattiacci bestellt…

 

 

Di Montezemolo respektvoll, aber bestimmt

Ferrari-Patron Luca di Montezemolo würdigt die Arbeit von Domenicali, der 1991 zu Ferrari kam, gegenüber „Gazzetta dello Sport“. „Ich schätze und mag ihn, ich habe ihn in diesen 23 Jahren gemeinsamer Arbeit beruflich wachsen sehen, und deshalb wünsche ich ihm allen Erfolg“, so Di Montezemolo gegenüber der Zeitung.

Allerdings meldete er sich nach dem enttäuschenden Auftritt in Bahrain ebenso deutlich zu Wort. Die beiden Piloten der Scuderia Ferrari waren mit den Plätzen neun und zehn chancenlos. „Wir lassen nichts unversucht, um dahin zurückzukommen, wo wir sein sollten. Wir arbeiten Tag und Nacht und treffen alle Entscheidungen, die zu treffen sind“, so Di Montezemolo am Wochenende.

Kein Fahrertitel mehr seit 2007

Domenicali begann seine Arbeit 2008 als Nachfolger von Jean Todt. Die Erfolge waren bescheiden, mehr als der Gewinn der Konstrukteurs-WM 2008 schaute nicht heraus. Mit Kimi Räikkönen wurde zwar der letzte Ferrari-Champion 2007 zurückgeholt, mit einem derart unterlegenen Auto hat auch die prominente Paarung Räikkönen/Alonso keine Chance, um den Titel mitzukämpfen.

Nicht einmal ein Podestplatz wurde heuer schon geschafft. Alonso erreichte in Australien und Malaysia jeweils Platz vier, Kimi Räikkönen ging es mit den Plätzen sieben und zwölf noch schlechter. Besonders bitter ist der Umstand, dass in Bahrain Williams und Force India außer Reichweite waren. Ferrari fehlt der Topspeed. „Es schmerzt, Ferrari so langsam zu sehen“, seufzt Di Montezemolo.

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