Red Bull zieht nach der Monaco-Pleite von Max Verstappen die Konsequenzen: So kann es nicht weitergehen.
In dieser Saison fällt der Red Bull Schützling Max Verstappen durch unüberlegte Manöver und einigen Crashs negativ auf. Red Bull zieht nun die Konsequenzen und meint, dass es so nicht weitergehen kann. „Wenn ein anderes Ergebnis herauskommen soll, musst du etwas anders machen, und eine veränderte Herangehensweise würde ihm glaube ich guttun.“, meint Teamchef Christian Horner. „Diese ersten sechs Rennen haben uns und ihn viel gekostet. Jetzt ist es an der Zeit, einmal durchzuatmen und uns zu überlegen, was wir für die nächsten Rennen ändern können.“, fügt Horner hinzu.
Verstappen sieht das allerdings ein wenig anders und gesteht sich selbst nur zwei Fehler zu. „Hier war mein Fehler und China auch“, meint der Red Bull Pilot und lässt dabei den Auffahrunfall mit Lance Stroll in Barcelona, die Stallkollision in Baku und den Crash mit Lewis Hamilton in Bahrain aus. Auch von anderen Seiten gibt es Kritik. „Er bestreitet ja, dass er in allen Rennen Fehler gemacht hat, aber es ist eine Tatsache, dass er in allen fünf Rennen vor Monaco Berührungen mit anderen Autos hatte.“, sagt der Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle.
Die Realität ist jedenfalls bitter, denn im WM-Klassement liegt er derzeit auf Platz 6 mit 35 Punkten, während Teamkollege Ricciardo mehr als doppelt so viele Punkte auf vorweisen kann. „Ich denke, Max hat im Auto neben ihm einen sehr guten Lehrmeister. Ihm ist die Lage bewusst, und wir sprechen jede Woche. Das frustrierende ist ja, dass er härter denn je arbeitet und sich so fit wie nie fühlt, nur will er eben derzeit zu viel. Kein Wunder, denn wenn man in dieser Negativspirale gefangen ist, dann versucht man noch mehr. Er muss jetzt den Reset-Knopf drücken.“, fügt Teamchef Horner hinzu.
Der Red Bull Teamchef versteht allerdings auch, warum sich Verstappen derzeit so schwertut und bringt für seinen Schützling auch Verständnis auf: „Max ist sehr rasch in die Formel 1 aufgestiegen, daher ist er in seiner Lernphase sehr unter Beobachtung und sitzt noch dazu ein einem Topauto. Die meisten Fahrer machen diese Erfahrung in den niederen Klassen, in denen man es nicht mitbekommt. Er steht hingegen in der Arena.“ Dennoch zahlt Red Bull den Preis für Verstappens Fehler: „Die verlorenen Punkte und die Schäden sind in zweierlei Hinsicht teuer. Es kostet erstens Geld, das Auto zu reparieren, zweitens verlieren wir dadurch wertvolle Punkte in der Konstrukteurs-WM, denn eigentlich sollten wir auf dem Niveau von Mercedes und Ferrari sein.“
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