Hülkenberg nimmt Ex-Teamkollegen in Schutz

Nico Hülkenberg hält die Debatte über die Force-India Piloten für übertrieben und verteidigt sein ehemaliges Team.

Gespaltene Meinungen

Auch in Belgien ging es bei Force India wieder heiß her, so wirbelten die beiden Piloten eine Menge Staub auf. Einer aber kann die Aufregung nicht ganz verstehen, nämlich Ex-Force-India-Pilot Nico Hülkenberg: „Ich fand die Aktionen eher unterhaltsam als gefährlich. Das war gutes Racing.“ Während Hülkenberg seinen ehemaligen Teamkollegen Perez verteidigt, sind da Niki Lauda, Toto Wolff und Jacques Villeneuve anderer Meinung.

„Dass Sergio Esteban in der ersten Kurve nicht sieht, ist ganz normal. Er war zu diesem Zeitpunkt mit mir beschäftigt, weil ich ihn links überholt habe. Er kann seine Augen ja nicht überall haben.“, verteidigt Hülkenberg Perez. Auch beim zweiten Vorfall nimmt der Deutsche den Mexikaner in Schutz. Perez blieb nämlich auf der Rennlinie, obwohl sein Teamkollege Ocon auf dem Weg zur Eau Rouge bereits mit seiner Nase neben den Boliden von Perez lag.

„Sergio hätte vielleicht ein bisschen mehr Platz machen können. Auf der anderen Seite hätte Esteban auch einfach ein wenig geduldiger sein und seinen Teamkollegen aus dem Windschatten durch die Eau Rouge ganz easy überholen können.“, erklärt Hülkenberg den Vorfall, bei dem Ocon seinen Frontflügel verlor und Perez’ Hinterreifen aufgeschlitzt wurde. „Beide waren wahrscheinlich einfach etwas zu übermotiviert und deswegen zu ungestüm.“

Nicht das erste Mal

Diese Art von Rangkämpfen innerhalb des Teams sind im Laufe der Saison schon öfters vorgekommen. In Kanada lieferten sich Perez und Ocon ein Duell und Esteban beschwerte sich nachher, sein Kollege hätte zu spät die Spur gewechselt. In Baku ereignete sich ein weiterer Vorfall, bei dem beide Boliden beschädigt worden sind und auch in Ungarn gab es in der Startphase eine Berührung zwischen den beiden Force-India Boliden. Die Teamleitung geht jetzt jedoch dagegen vor und bestimmt, dass es ab sofort keine offenen Zweikämpfe mehr geben wird. Überholmanöver gegen einen Teamkollegen sind ab Monza nur noch erlaubt, wenn diese ausdrücklich vom Kommandostand angeordnet sind.

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