Nico Hülkenberg testet am Montag mit Arrow McLaren SP im Barber Motorsports Park einen IndyCar Rennwagen für einen möglichen Wechsel in die nordamerikanische Rennserie
Wenn der Test erfolgreich verläuft, und es wirtschaftlich sinnvoll ist, erwägt das Team 2022 neben den Stammfahrern Pato O’Ward und Felix Rosenqvist noch ein drittes Auto einzusetzen. Damit würde man im Vergleich zu den Topteams Penske und Andretti Autosport aufholen.
Endlich ein Siegerauto
Hülkenberg bekäme dann die Chance, endlich wieder sofort in einem siegfähigen Wagen zu fahren. O‘Ward holte am zu Rang 3 in der Meisterschaft zwei Rennsiege. Der Deutsche wiederum hat als Fahrer in allem gewonnen, was er auf dem Weg zur F1 bewegte. In seinen 10 Jahren in der Königsklasse holte „Hülk“ zwar eine Pole und zwei schnellste Runden, hatte aber bei keinem seiner Teams – Williams, Force India, Sauber und Renault – das Material für Rennsiege. 2015 debütierte er in Le Mans und gewann mit Porsche auf Anhieb. McLaren Boss Zak Brown weiß also genau, was er mit dem aktuellen Ersatzfahrer von Aston Martin F1 bekommt. Und Hülkenberg ist noch immer heiß aufs Rennfahren. „Natürlich freue ich mich darauf, wieder zu fahren“, sagte er Autosport. „Ich bin aufgeregt und habe immer noch das Gefühl, dass ich ein paar gute Runden in meinem rechten Fuß habe. Ich habe die letzten paar Rennen verfolgt und mein Herz schlägt für den Formelsport.“
Formel 1 Zeit wohl vorbei
Der 34-Jährige ist sicher, dass „F1 nicht passieren wird. Dieser Zug ist wahrscheinlich abgefahren. Daher sucht man nach der nächstbesten Alternative, und IndyCar ist definitiv interessant. IndyCars sind ziemlich cool, die Rennen sind gut. Es sieht sehr angenehm und lustig aus.“ In diesem Jahr hat Ex-F1 Pilot Romain Grosjean in seiner IndyCar Rookie-Saison einen Top-Eindruck hinterlassen, und jeder konnte erkennen, wie sehr der Franzose es genoss, nicht mehr mit einem Haas hinterherfahren zu müssen. Dennoch sieht Hülkenberg seinen ehemaligen F1 Konkurrenten „nicht als Vorbild oder Beispiel. Es ist mein Wunsch, immer noch einen Single Seater auf dem wettbewerbsfähigsten Niveau zu fahren, das mir zur Verfügung steht.“
Test richtungsweisend
„Ich werde den Test machen und danach weiß ich natürlich mehr darüber. Und dann setzen wir uns zusammen und reden. Ein Umzug in die USA ist mit einem Baby sehr gut machbar, da muss man ja nicht wirklich Kinder von der Schule nehmen und so. Es ist tatsächlich an der Zeit, es zu tun“, hat Hülkenberg schon weitergedacht. Auch zur Königsklasse hat sich der Rheinländer so seine Gedanken gemacht: „In der Formel 1 herrscht derzeit eine interessante Situation. Ich fühle mich wie die Top-10-Fahrer, vielleicht 12, sie sind wirklich hochwertig und wirklich erstklassig. Und gibt es die untere Hälfte, wo die Qualität nicht mehr so hoch ist wie früher. Da spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle. Aus meiner Sicht ist es natürlich ein wenig traurig und enttäuschend, das zu sehen, aber so ist es nun mal.“
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