Hoffnung auf Heimsieg

492917764-3649181452014  Nico Rosberg hofft beim „Heimspiel“ im Grand Prix von Monaco wieder das Heft in die Hand nehmen zu können

Auch wenn im Pass von Nico Rosberg als Geburtsort Wiesbaden, Deutschland, steht, so lebt der Sohn des 1982er F1 Weltmeisters Keke seit jeher im Fürstentum an der Cote d’Azur. Daher ist der Grand Prix von Monaco für ihn jedes Jahr ein Heimspiel, wo er im Rennwagen die Straße mit 300 km/h hinunterbrettert, wo er normalerweise jeden Morgen zu Fuß die Croissants holt. Und gerade hier möchte er seinem Stallgefährten Lewis Hamilton wieder die Vormachtstellung im Mercedes GP Team entreißen.

Toller Saisonstart

Rosberg fuhr beim Saisonauftakt in Melbourne mit dem klar überlegenen „Silberpfeil“ zum Sieg. Es folgten zweite Plätze in Malysia, Bahrain und China. Auch wenn Hamilton dreimal gewonnen hatte, so kam Nico als WM-Führender nach Spanien zum Europauftakt. Doch auch in Barcelona siegte sein Teamkollege, zum vierten Mal in Serie, übernahm die Spitze in der Fahrerwertung und hat ihm endgültig den Rang als interne Nummer 1 abgelaufen. „Monaco ist meine Heimatstadt und ich verbinde mit diesem Ort natürlich viele wundervolle Erinnerungen. Ich bin hier aufgewachsen, lebe mittlerweile hier und habe im vergangenen Jahr hier zum ersten Mal in meiner Formel 1-Karriere gewonnen“, so Rosberg. Er sagt bewusst „zum ersten Mal“, denn es sollen weitere Triumphe in seinem „Wohnzimmer“ folgen. Am besten heuer.

Trendwende im Fürstentum?

Dass Mercedes seine bisherige Siegesserie – die Silbernen gewannen alle fünf Rennen 2014 – wird fortsetzen können, bezweifelt niemand im Fahrerlager. Doch welcher der beiden Toppiloten wird in Monte Carlo die Nase vorne haben? „Ein Formel 1-Auto in Monaco zu fahren ist fantastisch und jeder von uns freut sich auf dieses Event. Natürlich war ich enttäuscht, in Barcelona nicht gewonnen zu haben. Der WM-Kampf ist sehr eng und es wäre fantastisch, wenn ich bei meinem Heimrennen zurückschlagen könnte“ stellt Rosberg junior klar. Die Bilanz des Duos in den engen Gassen der Glücksspielmetropole ist praktisch identisch: Hamilton wurde 2007 Zweiter und siegte 2008, Rosberg kam 2012 als Zweiter über die Ziellinie und triumphierte 2013. „Um dieses Jahr in Monaco zu gewinnen, werde ich mehr denn je angreifen. Bei den Testfahrten in Barcelona konnten wir noch Fortschritte bei den Bremsen und bei den Starts erzielen. Bislang hat mich das immer Zeit gekostet und das wäre in Monte Carlo ein deutlicher Nachteil. Es wird echt total spannend und ich kann es kaum erwarten.“

Überraschungen ausgeschlossen?

Zwei Faktoren könnten den beiden Mercedes-Stars dazwischen funken, auch wenn die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering ist. In Monaco kommt es infolge der Streckencharakteristik nicht so sehr auf Leistung und Topspeed an, und auch die Wettervorhersage könnte ein Wörtchen mitreden. Bei kurzfristig einsetzendem Regen wird die Fahrbahn zwischen Berg und Meer nämlich spiegelglatt…

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