Red Bull wirft Mercedes vor, die Gerüchte über einen angeblichen Vorteil seines Antriebsstrangs selbst in die Welt gesetzt zu haben.
Im Vorfeld der Saison 2026 wird weiter spekuliert, welcher Hersteller das neue Motoren-Reglement am besten umgesetzt hat. In diesem Zusammenhang wurde hartnäckig kolportiert, dass Mercedes – ähnlich wie bei der letzten großen Umstellung 2014 – die Nase vorne haben soll.
Ben Hodgkinson, Technischer Direktor von Red Bull Powertrains und ehemaliger Mercedes-Mitarbeiter, glaubt, dass dieser „Hype“ von seinem Ex-Team selbst ausgeht.
„Ich denke, vieles davon kommt von Mercedes selbst. Meine Oma sagte immer: ‚Eine leere Dose klappert am lautesten.‘ Meine ehrliche Meinung dazu kann ich wohl besser nicht äußern,“ so der Brite.
„In der Presse wird viel darüber geredet, dass Mercedes angeblich die Messlatte setzen wird – viele haben das selbst ins Rollen gebracht, wahrscheinlich weil der Fahrermarkt hart umkämpft ist und sie versuchen wollten, Fahrer mit einem Auto zu gewinnen, das aktuell nicht die gewünschte Leistung bringt.“
Dementsprechend erklärt der 50-Jährige: „Man muss das Ganze also auch mit der politischen Positionierung der Teams vergleichen. Und wenn man ein Gerücht oft genug wiederholt, wird es irgendwann für bare Münze genommen, und die Leute suchen nach Erklärungen.“
Hodgkinson war jahrelang bei Mercedes, ehe er 2022 zu Red Bull ging. „Ich will mich einfach nur konzentrieren und weitermachen, und die Ergebnisse werden für sich sprechen. Mercedes ist ein sehr kompetenter Motorenhersteller. Ich habe 20 Jahre dort gearbeitet, daher kenne ich das Unternehmen sehr, sehr gut.“
„Ich konnte dafür sorgen, dass alles, was wir hier gemacht haben, besser war als das, was zuvor gemacht wurde. Ich kann mich gut an der Geschichte orientieren, daher weiß ich, wo ich stehe.“
„Ich freue mich einfach darauf, wieder loszulegen. Es fühlt sich an, als wäre ich vier Jahre lang nicht gefahren. Ich will einfach wieder Rennen fahren, und wir werden sehen.“
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