Während das WM-Duell der Silberpfeil-Stars in Austin seine Fortsetzung findet, müssen die kleinen Teams die Segel streichen
Auch wenn Red Bull Star Daniel Ricciardo noch mathematische Chancen auf den Titel hat, ist der WM-Kampf zum Giganten-Duell der Mercedes Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg geworden. Hamilton hat diese Saison neun Rennsiege geholt, sein hausinterner WM-Rivale lediglich vier.
Siegertyp gegen Punktehamster
Rosberg startete besser in die Saison und profitierte von einem Ausfall seines Teamkollegen in Australien. Dieser legte dann aber eine Serie von vier Siegen hin und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Doch der Deutsche konterte mit drei Erfolgen und punktete gut, wenn er selbst nicht gewann. Nach Spielberg führte Rosberg mit gut 30 Punkten Vorsprung und hielt diese Führung bis zum Grand Prix von Italien, während Hamilton ein ums andere Mal mit Defekten und Schadensbegrenzung zu kämpfen hatte. Doch in Monza wendete sich das Blatt: Rosberg verbremste sich zweimal und Hamilton erbte den Sieg. Er ließ wieder drei weitere Siege folgen und luchste seinem Stallgefährten in Singapur die Leaderposition wieder ab. Mittlerweile hat der 29-jährige Brite 17 Zähler auf Rosberg rausgeholt.
Texanischer Showdown
„Beim US Grand Prix könnte eine Vorentscheidung fallen und das Momentum ist nun auf Lewis‘ Seite“, so Ex-Champion Mika Häkkinen. „Hamilton war schon Weltmeister und hat auch schon eine WM im Saisonfinale verloren. Er weiß also genau, was auf ihn zukommt und wie man reagieren muss. Nico ist zwar ein hervorragender Pilot, aber er kennt das alles noch nicht. Das könnte ein Nachteil sein“, so der Finne, der 1998 und 1999 für McLaren-Mercedes die Titel einfuhr. In Austin gab es bislang erst zwei Auftritte der Formel 1 und beim Debüt 2012 siegte Hamilton, damals noch auf McLaren. Im Vorjahr wurde er Vierter. Rosberg wurde 2012 13. und 2013 9.
Nachdem es in den letzten Wochen sowohl bei Caterham F1 – Ausstieg von Eigner Tony Fernandes und dubiose Neuübernahme durch geheimnisvolle Investoren – und auch bei Marussia F1 – Ausstieg des russischen Sportwagenherstellers und böser Unfall von Talent Jules Bianchi – mächtig rumorte, scheint nun das endgültige Aus gekommen. Beide Teams werden in den USA – und wohl auch für den Rest der Saison – nicht am Start sein. Caterham hat schon Insolvenz angemeldet, Marussia steht kurz davor. Für den Großteil der Saison haben die beiden Nachzügler, die 2010 zum Formel-1-Zirkus stießen, nur mit Finanzspritzen der Fahrersponsoren den laufenden Betrieb am Leben gehalten, doch dies scheint nun auch nicht mehr möglich. Wer nun die beiden Rennlizenzen übernehmen wird, ist noch völlig unklar.
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