Lewis Hamilton holte sich den Sieg beim Grand Prix von Singapur und übernahm damit die WM-Führung
Hamilton „entledigte“ sich seines schärfsten Rivalen gleich vor Rennstart, denn Teamkollege Nico Rosberg hatte ein Elektronikproblem mit dem Lenkrad und kam nicht in die Aufwärmrunde. Der Brite profitierte daher von Rosbergs Start aus der Boxengasse und hatte am Start freie Fahrt. Einsam zog er seine Runden souverän an der Spitze und geriet nur nach einer Safety-Car-Phase gegen Ende unter Druck als er nochmals Reifen wechseln musste. Doch obwohl Sebastian Vettel zwischenzeitlich in Führung ging, zog Hamilton mit neuen Pneus am Vierfach-Champion recht problemlos wieder vorbei und sicherte sich mit seinem 29. Formel-1-Erfolg die WM-Führung. „Ich habe vergangene Nacht von diesem Ergebnis geträumt und es wurde wahr“, strahlte der Mercedes-Pilot.
Rosberg enttäuscht
Nach 14 Runden war für Wahl-Monegasse Rosberg im Marina Bay Circuit nach einer quälenden Schleichfahrt Schluss. Das Problem am Lenker hatte sich bereits in der Box abgezeichnet und man hatte noch versucht die Sache in der Startaufstellung zu reparieren. „Das Lenkrad hat einfach nicht funktioniert. Irgendwo war ein Mini-Defekt, der alles ausgelöst hat, und am Ende haben gar keine Knöpfe mehr funktioniert. Teilweise wurden Gänge übersprungen, die Hybridunterstützung gab es nicht mehr, und das DRS streikte“, so Rosberg, für den es dann keinen Sinn mehr machte weiterzufahren. Doch der Mercedes-Star beruhigte sich rasch und blickt bereits nach vorne. „Während des Fahrens habe ich mich noch aufgeregt, jetzt geht es schon wieder einigermaßen. Wir müssen die Sache abhaken und uns auf Japan konzentrieren.“
Einen ganz starken Auftritt lieferte Vettel, der die Lücke durch den fehlenden Rosberg am Start nützte und sich hinter dem davonstürmenden Hamilton einreihte. Der Deutsche hielt sich auf Rang 2, ehe Fernando Alonso an ihm durch einen schnelleren Pitstop vorbeiging. Doch nach der Safety-Car-Phase lag wieder Vettel vorne und verteidigte seinen Rang vehement trotz massiv abbauender Reifen. „Ich liebe diesen Kurs. Es macht großen Spaß. Mein Start war klasse und gegen Ende probierte ich nur mehr, die Reifen am Leben zu halten“, war der Titelverteidiger über sein bestes Saisonergebnis happy. Stallgefährte Daniel Ricciardo schloss im Rennfinale zu Vettel auf, doch diesmal kam der Aussie nicht am Deutschen vorbei und musste sich mit Rang 3 – noch vor Alonso – zufriedengeben.
Vergne on fire
Der Mann des Rennens war aber ein Pilot im Mittelfeld. Der bei Toro Rosso in Ungnade gefallene Jean Eric Vergne fuhr den Grand Prix seines Lebens und klassierte sich auf Platz 6. Der Franzose flog richtiggehend um den Kurs und überholte Gegner um Gegner. Dabei ließ er sich auch von zwei 5-Sekunden-Strafen wegen Überschreiten der Streckenmarkierung nicht aufhalten. Mit dieser Leistung empfahl sich „JEV“ für einen Formel-1-Sitz in der kommenden Saison.
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