Wie jedes Jahr war der Grand Prix von Ungarn ein Rennen bei dem die Boliden wie an einer Perlenschnur gezogen über den Kurs rasen. Am Schluss hatte Champion Lewis Hamilton die Nase vorne und holte sich so erstmals die WM-Führung in dieser Saison
Nico Rosberg hatte sich eine umstrittene Pole Position geholt – er fuhr seine beste Qualirunde unter Doppel-Gelb – verlor aber dann den Start an einen entfesselten Stallgefährten Lewis Hamilton. Der Brite zog davon und gab die Führung auf der Strecke Boxenstopp-bereinigt bis ins Ziel nicht mehr ab. „Der Start war top und danach musste ich die Reifen gut managen. Durch die Überrundungen wurde es immer wieder knapp“, so Hamilton. Mit seinem fünften persönlichen Sieg in Budapest machte sich Hamilton zum neuen Rekordsieger am Hungaroring und überholte gleichzeitig den deutschen Teamrivalen in der WM-Gesamtwertung – umso bitterer für Rosberg als er gerade seinen Vertrag bei Mercedes um zwei Jahre verlängerte und nun der Deutschland GP ansteht. „Lewis war heute einfach zu schnell und ich konnte ihn nicht mehr abfangen. Ich freue mich vor allem auf mein Heimrennen!“
Kam es hinter den dominierenden Silberpfeilen in Ungarn zur Wachablöse bei den Verfolgern? Red Bull Racing machte über das Wochenende hinweg einen stärkeren Eindruck als Ferrari. Daniel Ricciardo behauptete sich im Duell um den letzten Stockerlplatz gegen Sebastian Vettel, während Max Verstappen die zweite Renndose hauchdünn vor Kimi Räikkönen ins Ziel rettete. „Es ist großartig heute wieder hier oben zu stehen. Das Rennen war bittersüß, denn vielleicht wäre noch ein wenig mehr gegangen. Es war aber ein guter Tag für Red Bull. Unser Wagen wird immer besser“, zeigte Ricciardo sein berühmtes Grinsen. „Es war sehr eng heute und wir waren am Schluss deutlich schneller als die Bullen. Aber Überholen geht hier nicht wirklich. Nächste Woche aber schon. Und die Pace ist das“, so Vettel hoffnungsvoll.
Wieder einmal gelang es dem Motorsport-Weltverband mit modifizierten Strafen für weiteres Unverständnis zu sorgen. So blieb das Bremspedal des McLaren von Jenson Button stecken und der Brite wurde über Funk angewiesen, wie er den Schaden beheben kann. Gemessen an den neuen Bordfunkbedingungen war dies aber ein Vergehen des Teams und der Weltmeister von 2009 fasste eine Durchfahrtsstrafe aus. Dementsprechend beschwerte sich „JB“ massiv: „Schon interessant, dass es keine Sicherheitsfrage ist, wenn einem Fahrer das Bremspedal steckenbleibt.“ Im Fall von Informationen zur Sicherheit des Piloten gilt das Funkverbot nämlich nicht. Umso lächerlicher ist das Ganze in Anbetracht der Tatsache, dass die FIA in den letzten Saisonen immer übervorsichtiger agiert. So wurden fast alle Kiesbetten – angeblich aus Sicherheitsgründen – asphaltiert oder Regenstarts praktisch abgeschafft.
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