Lewis Hamilton kann sich über einen dritten Platz in Monaco freuen, doch er kann seine Enttäuschung über das langweilige Rennen im Fürstentum kaum verbergen.
Weltmeister Hamilton freut sich mit dem nach seiner Meinung nach drittbesten Auto „fast Zweiter“ geworden zu sein. Doch gibt es ein Haar in der Suppe: das Rennen im Fürstentum zählte nicht zu den Spannendsten in dieser Saison. „Es ist einfach schade, dass das Rennen nicht so aufregend wie das ganze Spektakel um die Strecke ist. Ich meine, fand es irgendjemand von euch unterhaltsam? Aufregend? Irgendwas?“, lamentiert Hamilton. Auch aus fahrerischer Sicht war es für Hamilton schrecklich, wie er selbst nach dem GP berichtet: „Wir haben nie gepusht. Wir mussten uns enorm zurückfallen lassen. Es ist einfach verrückt, wie wenig ich gepusht habe – vermutlich so wenig wie noch nie.“
Hamilton rechnete sich während des GP allerdings Chancen auf einen potentiellen Rennsieg aus, er wollte zur Stelle sein, sollten es an der Spitze Probleme geben. Dabei hoffte der Brite auf eine geniale Taktik von den Mercedes-Strategen, doch die blieb aus. Diese meinten, Hamilton sollte einen 10 Sekunden Abstand einhalten und es sicher nach Hause bringen.
Nicht nur Hamilton berichtet von einem langweiligen Rennen, sondern auch Fernando Alonso spricht vom vermutlich langweiligsten Rennen aller Zeiten. Der Mercedes-Pilot ist der Ansicht, dass die Formel 1 sich für den Monaco GP etwas einfallen lassen muss. Hamilton selbst würde eine Verlängerung der Strecke vorschlagen: „Wir fahren hier Runden von 1:11 Minuten. Es gibt noch mehr Straßen. Verändern wir die großartige Strecke und machen sie noch besser. Vielleicht tut es auch ein anderes Format oder sonst was. Man sollte zumindest hier nicht nur einen Boxenstopp machen können.“
Ideen hat der Weltmeister viele, um den GP in Monaco wieder interessant und spannend zu gestalten: „Es ist die großartigste Strecke. Vielleicht brauchen wir zwei Rennen hier, wer weiß? Aber gestern waren es die längsten 78 Runden aller Zeiten.“
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