Hamilton erzwingt den Monaco-Sieg

monaco-2016-qualifying-600Daniel Ricciardo war der dominierende Mann im Fürstentum, doch am Ende stand Weltmeister Lewis Hamilton am obersten Stockerl

Ricciardo startete von seiner ersten Karriere-Pole, führte das Rennen überlegen an und steuerte seinem vierten Grand Prix Sieg entgegen, bis er nach dem ersten Stopp auf Hamilton auflief. Der Brite blieb eine gefühlte Ewigkeit auf den Regenreifen draußen um dann direkt auf die Slicks zu wechseln. Ricciardo blieb unbeeindruckt bis er von seiner Boxencrew zum zweiten Umstecken reingeholt wurde, wo zwar er am Stehplatz wartete, aber seine Leute verzweifelt die passenden Gummis suchten. „Wir müssen uns bei Daniel entschuldigen. Er tut mir wirklich leid, weil er sicher gewonnen hätte. Aber wir hatten ein Kommunikationsproblem und ihn so um den Sieg gebracht“, machte Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko keine Umschweife. Auch ein Zeichen von Größe.

Lewis-Hamilton-GP-Monaco-2016-articleDetail-ba426cdb-952978Strahlender Stern

Hamilton übernahm die Spitze und verteidigte diese bis zur Zielflagge. Der Champion wehrte alle Angriffe des Bullen-Stars aus Down Under ab und hatte in den Schlussrunden die besseren Reifen. „Ich bin sehr happy für Lewis, denn genau diesen Sieg hat er gebraucht. Die Strategie für ihn war absolut richtig, wenn auch riskant. Aber es war unsere einzige Chance nach vorne zu kommen. Den Sieg hat uns aber Red Bull mit ihrem Fehler, der immer passieren kann, geschenkt“, so Mercedes Teamchef Toto Wolff, der auch erklärte, dass „Nicos Bremsen wurden nie warm und auch seine Reifentemperaturen waren nicht im Fenster. Er hatte kein Vertrauen in den Wagen und daher auch nicht die Pace.“ Durch seinen mäßigen siebten Platz – Rosberg wurde auf den letzten Metern noch von Nico Hülkenberg abgefangen – büßte Deutsche viel von seinem Vorsprung in der WM-Wertung ein und liegt nur mehr 24 Zähler vor Hamilton, der einen Erfolg mit „Bro“ Justin Bieber feierte.

F1 Grand Prix of MonacoMexikanischer Fuchs

Platz 3 ging an Außenseiter Sergio Perez, der sich wieder einmal als Abstauber erwies. Der Mexikaner ist immer dann da, wenn es darum geht eine knifflige Situation für sich zu nützen. Damit bescherte „Checo“ sich und seinem Force India Team das erste Podium des Jahres. Ausschlaggebend war wieder einmal sein Geschick als Reifenflüsterer, denn Perez gelang es den jeweiligen Satz sofort auf die richtige Temperatur zu bringen und ihn dann schonend zu verwenden. Der Lohn ein Stockerlplatz gegen einen vehement angreifenden Sebastian Vettel im schnelleren Ferrari. “Ich bin total happy, denn das ganze Team hat einen unglaublichen Job gemacht. Die Strategie war perfekt, die Calls haben gepasst, die Pitstops waren fehlerfrei. Ich möchte diesen dritten Platz unserem Boss Vijay Mallya widmen, denn er ist immer zu mir gestanden“, strahlte „Checo“ bis über beide Ohren. Vettel war weniger happy: „Es war schade, dass ich zu Beginn nicht an Felipe (Massa) vorbeikam, denn ich hatte die Intermediates im perfekten Fenster und hätte da auch von Sergio (Perez) davonziehen können. So aber lag ich dann plötzlich hinter ihm und zum Schluss hatte er die besseren Reifen.“

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