Häkkinen: „Verstappen und Red Bull Honda sind das stärkste Paket“

In seiner Unibet Kolumne hat Mika Häkkinen von seinem Besuch in Zandvoort berichtet, über den WM-Kampf zwischen Verstappen und Hamilton, sowie über seine Landsmänner Bottas und Räikkönen gesprochen

„Es war wirklich großartig, beim Großen Preis von Holland dabei sein zu können und Zeuge der großartigen Unterstützung zu sein, die die lokalen Fans ihrem Helden Max Verstappen entgegenbrachten. Ich hatte ein tolles Wochenende und es war so toll zu sehen, wie viele Leute Spaß hatten,“ war Doppelweltmeister Mika Häkkinen von der Stimmung in Zandvoort begeistert. Der Finne lobte die Organisatoren für ihre „fantastische Arbeit, um Zandvoort auf die aktuellen F1-Standards umzubauen. Max dankte es ihnen mit der Pole-Position, dem dominanten Rennen, und der Rückeroberung der WM-Führung. Er fuhr das perfekte Wochenende und die niederländischen Fans drehten durch!“ Für Häkkinen ist Zandvoort trotz der geringen Rundenlänge „wirklich anspruchsvoll zu fahren“ und er bescheiningt den Designern „hervorragende Arbeit geleistet“ zu haben. „Während der Runde bleibt keine Zeit zum Entspannen und viele der Fahrer haben die Herausforderung genossen. Überholen war schwierig, aber Sergio Perez hat gezeigt, dass es möglich ist. Ich bin sicher, die FIA, F1 und Zandvoort werden sich die Daten ansehen und entscheiden, ob sie im nächsten Jahr die DRS-Zonen erweitern können.“

Verstappen als Favorit

Der F1 Champion von 1998 & 1999 sieht Verstappen weiterhin als Titelfavoriten, denn „Red Bull-Honda ist das schnellste Paket in dieser Saison. Obwohl die Unfälle in Silverstone und Budapest seiner Saison schadeten und Lewis Hamilton zu Beginn der Sommerpause die WM-Führung ermöglichten, zeigt Zandvoort, dass Max weiterhin das beste Auto unter sich hat.“ Klar ist für Häkkinen auch, „dass er das nötige Selbstvertrauen und die Konzentration besitzt, um diese Weltmeisterschaft zu gewinnen. Am Wochenende stand er sehr unter Druck, aber er ließ sich nicht ablenken, was umso erstaunlicher ist, bedenkt man, dass er erst 23 Jahre alt ist.“

Silber gut, aber Bullen besser

Aus Sicht des ehemaligen McLaren-Mercedes Piloten haben die Silbernen „gut gekämpft. Lewis und Valtteri Bottas taten alles, um eine Strategie zu finden, die sie vor Max bringen würde. Lewis versuchte es mit dem Undercut, aber das klappte nicht, da Max zu schnell war und Lewis‘ erster Stopp etwas zu langsam. Valtteri blieb lange draußen, um nur einen Stopp zu machen. Letztlich gab es nichts, was sie tun konnten, um den Red Bull zu fangen.“ Häkkinen sieht bei den Bullen aber „Bedarf Perez zu helfen“, denn Verstappen brauche einen ähnliche Zusammenarbeit wie Mercedes sie mit Lewis und Valtteri hat. „In einem so engen Meisterschaftskampf ist es entscheidend, einen starken Teamkollegen zu haben, um den Sieg zu sichern.“

Freude für Bottas

Für seinen Landsmann Bottas ist Häkkinen glücklich, dass er den Deal mit Alfa Romeo unterschrieben hat. „Valtteri hat sich wirklich als erstklassiger Teamkollege für Lewis erwiesen, aber ich freue mich sehr, dass er eine mehrjährige Vereinbarung akzeptiert, um ab 2022 zu Alfa Romeo Racing zu kommen. Mit 9 Grands-Prix-Siegen, 17 Pole-Positions und unglaublichen 63 Podestplätzen war er ein starker Teil von Mercedes, dem Team, das jede Saison die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewinnt. Es ist nie einfach, Teamkollege von Lewis zu sein, aber Valtteri hat hart gepusht, nie aufgegeben und dem Team eine positive Atmosphäre gegeben.“ Bei Alfa Romeo Racing sieht der „Fliegende Finne“ für Bottas die Möglichkeit, „seine enorme Erfahrung für die Weiterentwicklung einzusetzen. Ich weiß, dass Teamchef Frederic Vasseur mit dem neuen technischen Reglement und der Budgetobergrenze entschlossen ist, in Zukunft große Ziele zu erreichen. Valtteri ist der perfekte Typ, um ihnen dabei zu helfen.“ Zudem sei es schön, dass das Team seine Tradition mit finnischen Fahrern fortsetzt.

Mitgefühl mit dem „Iceman“

Der kurzfristige Ausfall von Kimi Räikkönen tat Häkkinen leid. „Es ist schade, dass Kimi positiv auf Covid getestet wurde und das Rennen am selben Wochenende verpasste, an dem er seinen Rücktritt von der Formel 1 mit Ende der Saison bekanntgab. Kimi hat in den letzten zwanzig Jahren viel erreicht, darunter nicht nur den Weltmeistertitel, sondern auch den Aufbau einer wirklich großen Fangemeinde auf der ganzen Welt. Er ist seit zwei Jahrzehnten einer der Superstars. Sein Ausstieg bedeutet, dass nur Lewis, Fernando und Sebastian Vettel als Weltmeister bleiben. Aber vielleicht wird Max bald in diese Liste aufgenommen!“

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