Der Saalfeldner David Griessner, im Vorjahr überlegener ADAC Procar Champion, fährt heuer seine erste Saison in der VLN und schlägt sich ausgezeichnet. Formelaustria sprach mit ihm
David, wie bist Du eigentlich zum Motorsport gekommen?
Das hat schon sehr früh begonnen. Im Alter von vier Jahren hat mir mein Vater als kleiner Knirps ein Mini-Kart gekauft. Ich war sofort in diesen Sport verliebt.
Wo hast Du angefangen und wie ging es weiter?
Nachdem ich in der ADAC Kartmasters sowie der DKM trotz finanziellen Nachteils gegenüber den Mitstreitern sehr erfolgreich war, wagte ich 2011 den Sprung in den Formelsport. Das war das schwierigste Jahr in meiner Karriere, denn es lief durchwachsen und ich musste die Saison nach 5 von 8 Rennwochenenden aufgrund fehlenden Sponsorings beenden. Ich realisierte, dass ein Antreten in solchen Rennserien ohne Riesenbudget nicht zielführend war und stieg 2012 in den Tourenwagensport um. Ich machte mir im ADAC Chevrolet Cruze Cup mir mit einigen Podiumsplätzen einen guten Namen und absolvierte gleichzeitig drei Gaststarts in der ADAC Procar, wo ich ebenfalls aufs Podest fuhr. 2013 bestritt ich die ganze Procar Saison und wurde mit 9 Siegen überlegener Meister. Das sind immer wieder schöne Erinnerungen. Heuer bin ich im BMW M235i Racing Cup im Rahmen der VLN unterwegs.
Was reizt Dich am Rennfahren am meisten?
Am Rennfahren gefällt mir der Speed, den man hat, ich liebe aber auch die Zweikämpfe. Außerdem ist es immer wieder ein Reiz an seine persönlichen Grenzen zu gehen.
Wie sieht Dein Training aus?
Ich absolviere ein sehr hartes Trainingsprogramm in den Rennpausen. Es ist vereinfacht gesagt eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining. Meistens sind es so rund zwei Stunden pro Tag.
Wie beurteilst Du die aktuelle Saison?
Bis jetzt läuft es sehr gut, denn wir waren noch nie schlechter als Fünfter, abgesehen von einem Ausfall. Wir sind immer sauschnell unterwegs und die beste Platzierung war bis jetzt Rang 2. Aber wir wollen noch mehr!
Was hast Du heuer dazugelernt?
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Nordschleife hat mich sehr viele Dinge gelehrt. Sie ist die gefährlichste Strecke der Welt, was man immer im Hinterkopf behalten sollte. Es ist ein schmaler Grat zwischen schnell sein und das Auto zerstören. Ich denke, ich habe gelernt, einen guten Kompromiss zu finden.
Was ist Deine Lieblingsstrecke und wieso?
Ganz klar die Nordschleife. Die Strecke ist auf der ganzen Welt einmalig.
Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?
In fünf Jahren hoffe ich, dass ich vom Motorsport leben kann. Mein Ziel ist ganz klar, bei einem Werk unterzukommen.
Wie beurteilst Du das Comeback der Formel 1 in Österreich?
Ich finde es gut, dass die Formel 1 wieder in Österreich ist. Es hat sich jahrelang nicht viel getan im österreichischen Motorsport. Das Comeback bringt wieder neuen Schwung und auch die Region profitiert davon.
Wer wird Formel 1 Weltmeister 2014?
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Formel 1 momentan sehr wenig beobachte. Aufgrund der ganzen Reglungen, die es da jetzt gibt, finde ich die Rennen nicht mehr so interessant, beziehungsweise viel zu kompliziert. Dennoch würde ich Nico Rosberg den Titel gönnen.
BREAKING NEWS: Williams in Barcelona nicht bei Tests!
Atlassian Williams F1 Team wird aufgrund unvorhergesehener Umstände nicht am Preseason Test in Barcelona teilnehmen!
Audi F1 Team launcht eigene Akademie
Das Audi Revolut F1 Team hat den Launch seines Fahrerentwicklungsprogramms bekanntgegeben.