Gottfried Grasser ist heuer mit seinem Team in den Werksstatus von Lamborghini aufgestiegen. Im Exklusivinterview mit Formelaustria.at gibt der Steirer Einblicke.
Herr Grasser, wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?
Sehr zufrieden. Mit dem Sieg die Blancpain GT Saison zu beginnen, dann bei der Premiere beim ADAC GT Masters zu gewinnen, und sonst immer in den Top 5 zu fahren, was will man mehr? Immerhin ist es das erste Jahr für den Lamborghini Huracan!
Welcher der Erfolge mit dem Huracan war der bisher schönste?
Ganz klar der Heimsieg am Redbull Ring! Es ist ein unglaubliches Gefühl dort zu gewinnen, wo unser Team GRT entstanden ist. Da kommen plötzlich alle möglichen Erinnerungen hoch und die Freude ist riesengroß.
Warum haben Sie diese auffällige grüne Lackierung gewählt?
Das war eine Idee unseres Motorsport-Chefs Giorgio Sanna. Er meinte, so würde man die Autos am TV Schirm immer leicht erkennen können und ich fand die Idee sofort gut.
Auf welches anstehende Rennen freuen Sie sich am meisten?
Eigentlich freuen wir uns auf alle. Als Racer willst Du immer Rennen fahren. Und zum Glück kommen ja noch so viele (lacht).
Wo rechnen Sie sich gute Chancen auf einen Erfolg aus?
Ehrlich gesagt, überall. Das Auto ist sehr gut, die Piloten und Mechaniker machen einen Top-Job, und somit sind wir überall konkurrenzfähig.
In Spa lief es am Wochende leider nicht so gut…
Ja, wir hatten dort Pech. Zwei Pilotenfehler endeten in Unfällen, was gerade in Spa immer möglich ist. Natürlich ist das schade, denn der Speed war top und es wäre ein sehr gutes Ergebnis für uns geworden. Auf solchen Traditionsstrecken muss immer auch das Glück dabei sein, vor allem bei einem 24h Rennen.
Haben Sie die stärkste Fahrerpaarung?
Nein, sicher nicht, denn wir arbeiten hauptsächlich mit Junioren aus dem Supertrofeo Programm. Aber die Jungs arbeiten hart und gut, und wir sind sehr zufrieden.
Kleiner Ausblick auf 2016: Was wollen Sie verbessern?
Man muss sich jeden Tag verbessern, sonst hat man aufgehört, gut zu sein! Ich selbst, mein ganzes Team, und alle im weiteren Umfeld geben immer Vollgas und freuen sich auf die Zukunft. Und hoffentlich auf viele weitere Siege!
Wie sehr hat Sie der Unfall von Formel 1 Pilot Jules Bianchi berührt? Kann sowas auch im GT Sport passieren?
Sowas kann leider überall im Motorsport passieren. Sean Edwards oder Allen Simonsen sind traurige Beispiele der letzten Zeit aus dem GT Sport. So etwas ist immer sehr tragisch, aber 100% Sicherheit gibt es im Rennsport nicht. Jeder der dabei ist, weiß das auch. Aber keiner wünscht sich sowas.
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