Geht Audi mit Domenicali doch in die Formel 1?

SKN-rf1-aud-081-3Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali wird ab 1. November bei Audi anfangen. Gehen die Ingolstädter nun doch bald in die Formel 1?

Seit einigen Jahren geistert die Idee von einem Audi Formel 1 Wagen immer wieder durch die Gazzetten. Mehrfach wurde Gerhard Berger als „Macher“ bereits in die Rolle des Motorsportdirektors geschrieben. Audi dementierte immer. Doch mit der Verpflichtung von Stefano Domenicali kommt nun Formel 1 Know How pur in die Werkszentrale.

In seiner neuen Position wird der Italiener zunächst für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder in den Bereichen Dienstleistung und Mobilität verantwortlich, doch niemand zweifelt daran, dass der 49-Jährige bald im Motorsportbereich der Bayern zu finden sein wird. Der aktuelle Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich steuert mit 64 Jahren auf die Pension zu und die – sehr erfolgreichen – Geschicke wollen in gute Hände gelegt werden.

Mit seinem Langstreckenprogramm ist Audi auch technisch nicht meilenweit von der Königsklasse weg. Eine Rückkehr von Porsche in die Formel 1 hat man bei Volkswagen immer ausgeschlossen, aber zu Audi gab es weder Dementi noch Zusagen.

Porsche hatte bei der Rückkehr in die Spitze des Motorsports laut Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz zwei Optionen: „Formel 1 oder die LMP1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Hätte jemand aus der Gruppe (Volkswagen) gesagt: ‚Ja, aber Audi ist dort und ihr könnt nicht gegen Audi fahren‘, hätten wir keine andere Alternative gehabt, als in die Formel 1 zu gehen.“

Dies wurde aber gestattet und sehr viel Geld in die Hand genommen, um Porsche rasch zum LeMans Sieg zu führen. Steht uns also ein mittelfristiger Wechsel von Audi in die F1 bevor?

Ende 2013 meinte Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler noch „es ist eine interessante Frage, aber so funktioniert das Motorsport-Business nicht. In der F1 wird zu 90 Prozent über die Fahrer diskutiert, dann noch über die Reifen und die Verlierer.“ Über die Hersteller selbst werde zu wenig gesprochen, „und wenn, dann kaum positiv.“

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