„Gedöns“ um Miami kam bei Fahrern schlecht an

Was in der NASCAR oder der NTT INDYCAR SERIES jedes Wochenende in den USA am Programm steht, sind die Formel 1 Stars nicht gewohnt.

Der Rummel in Miami brachte viele aus der Konzentration. Bei der im typischen US Stil durchgeführten Fahrerpräsentation präsentierte LL Cool J jeden Piloten zu den Klängen eines Streich-Orchesters aus der Feder von Will.i.am.

„Das war unter uns Piloten bei der Fahrerbesprechung ein heißes Thema. Wir wussten, was auf uns zukommt, aber diese US-amerikanische Art und Weise brauche ich nicht.“, schnaubte George Russell.

Der Vizepräsident der Fahrervereinigung GPDA stellte klar: „Ich bin hier, um Rennen zu fahren, ich bin nicht hier für eine Show. Mein Ding ist das nicht, aber ich habe keine Wahl.“

Russell bestätigte, dass es für ihn und die meisten Arbeitskollegen „nur eine Ablenkung war, denn wir stehen da eine halbe Stunde in der knallenden Sonne. Ich kenne keinen anderen Sport, wo ein Athlet kurz vor dem Einsatz so was durchmachen muss, mit den Kameras im Gesicht.“

Und auch wenn der Brite Verständnis für den Showcharakter des Sports hat, „will ich das ganz ehrlich, nicht an jedem GP-Wochenende sehen. Mir reicht die kurze Zeremonie mit der jeweiligen Nationalhymne, das finde ich schön und es ist auch Zeichen des Respekts für das Land, in dem wir uns befinden. Aber das ganze Gedöns dazu, brauche ich nicht.“

Posted in ,