Formel 1 Regeln 2021 – mehr Neues als gedacht

Unterboden-Regel 2021Die Formel-1-Teams werden ihre aktuellen Autos 2021 erneut einsetzen, allerdings bleibt deswegen nicht wirklich alles gleich

Unterboden verändert

Ein Redesign des Unterbodens reduziert den Abtrieb des Fahrzeugs um ca. 10%, wodurch die Reifen mehr geschont und die Autos etwas langsamer werden. Auch der Belastungstest am Unterboden wurde verschärft: Bei 500 Newtonmeter Belastung darf sich der Boden nun nur mehr um acht statt um zehn Millimeter vertikal verbiegen. Die Höhe der teilenden vertikalen Streben am Diffusor muss in der kommenden Saison 50 Millimeter kürzer sein, wodurch er weniger Abtrieb erzeugt. In der unteren Hälfte der Bremsbelüftung dürfen keine Winglets mehr eingebaut werden, die breiter als 80 Millimeter sind (früher 120 mm).

Schwerere Autos

2021 werden die Rennwagen um drei Kilogramm schwerer, vor allem weil das Mindestgewicht der Power-Units nun bei 150 Kilogramm liegt. Daher sollte der Einsatz von exotischen, teuren Materialien, um Gewicht zu sparen, nicht mehr nötig sein.

DAS verboten

Wie angekündigt, hat die FIA das Lenksystem DAS von Mercedes verboten. Es war schon nach dem ersten Einsatz umstritten und wurde wenig später vom Automobilsportverband für die Folgesaison untersagt.

Grüne Materialien

Nicht nur um dem Umweltgedanken Rechnung zu tragen, können nun Naturfasern wie Hanf, Leinen, Baumwolle und Bambus verwendet werden. Kohlefaser-Verbundstoffe waren bisher das Non-plus-Ultra, können bei Unfällen aber für scharfkantige Trümmerteile sorgen. Naturfasern verringern dieses Risiko und Unternehmen wie Ycom haben schon Strukturen designt und getestet, die frontale Einschläge absorbieren.

Neue Kraftstoffregelung

Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Tricksereien mit Öl und anderen Schmierstoffen zur besseren Verbrennung gab, dürfen heuer nur noch die Rezepturen der letzten Saison und eine neue für 2021 verwendet werden.

Kein „rosa Mercedes“ mehr

Das neue Reglement soll sicherstellen, dass es keine weitere Autokopie gibt wie den „rose Mercedes“ von Racing Point 2020. Teams dürfen nur bei Events oder Tests Informationen über das Design der Konkurrenz sammeln, und zwar nur jene, die allen Teilnehmern zur Verfügung stehen. Reverse-Engineering-Techniken wie Stereofotogrammetrie oder 3D-Scans sind nun verboten.

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