FIA-Verbote für 2027 könnten vor allem Ferrari treffen

Die FIA ​​prüft ein Verbot des von Ferrari im SF-26 verwendeten Abgassystems mit Gebläseabgasführung ab 2027.

Der Weltverband ​​hatte zunächst eine weite Auslegung des neuen Reglements gemäß Artikel C3.9.2 zugelassen, wodurch sechs Teams eine von Ferraris FTM inspirierte Lösung übernehmen konnten. Aufgrund der steigenden Kosten erwägt die FIA ​​nun jedoch ein Verbot des Konzepts ab 2027.

In Miami präsentierten Mercedes, McLaren, Red Bull, Alpine, Williams und Cadillac ein modifiziertes Abgassystem. Diese Anpassung zielt darauf ab, die aerodynamische Effizienz durch die Umleitung heißer Abgase zu verbessern – ein Konzept, das Ferrari mit dem SF-26 erstmals einsetzte.

Ferraris innovatives FTM-System, das während der Tests in Bahrain vorgestellt wurde, bietet signifikante aerodynamische Vorteile. Trotz der Behauptung eines Leistungsverlusts von 13 kW ist der tatsächliche Effekt geringer, mit potenziellen Leistungssteigerungen von vier bis fünf Zehntelsekunden.

Das Design des SF-26 umfasst ein Getriebe mit Hinterachsdifferenzial, wodurch der Flügel innerhalb von 60 mm von der Hinterachse montiert werden kann. Haas ist mit demselben Getriebe das einzige Team, das Ferraris Konzept vollständig umsetzen kann.

Das mögliche Verbot von Auspuffanlagen mit Gebläse durch die FIA ​​ähnelt früheren Maßnahmen, wie dem Verbot des DAS von Mercedes im Jahr 2021. Der Motorsport-Weltverband will Kostensteigerungen und technische Komplexität verhindern und benötigt daher für Regeländerungen eine qualifizierte Mehrheit.

Zu den weiteren Lösungen, die derzeit geprüft werden, gehört eine Klappe an der Halo-Halterung – ebenfalls eine Ferrari-Innovation. Die Haltung der FIA spiegelt die umfassenderen Bemühungen wider, technologische Fortschritte zu steuern und die Wettbewerbsgleichheit in der Formel 1 zu wahren.

 

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