Die FIA hat über die Sommerpause asymmetrische Bremssysteme in der Formel 1 verboten. Red Bull dementiert allerdings, dass diese Maßnahme mit ihnen zusammenhängen würde
Mit dem Grand Prix in Zandvoort diesen Sonntag gilt ein upgedatetes FIA Reglement, bei dem besonders Artikel 11.1.2 ins Auge fällt: „Jedes System oder jeder Mechanismus, der strukturell oder absichtlich eine asymmetrische Bremsung an einer Achse bewirken kann, ist verboten.“
Die Änderungen des technischen Reglements wurden am 31. Juli vom FIA World Motor Sport Council offiziell genehmigt, um etwaige Grauzonen in diesem Bereich auszuräumen.
Die aktuelle Generation der F1-Autos neigt dazu, in langsamen Kurven zu untersteuern, was auch Max Verstappen immer wieder kritisiert hat, und den Wagen dann „wie ein schaukelndes Boot“ bezeichnete.
Mit einem größeren Frontflügel kann man dieses Problem in langsamen Kurven in den Griff bekommen, verliert aber dann in schnellen an Speed. Daher haben sich anscheinend die Technikgurus der F1 Teams ein asymmetrisches Bremssystem überlegt, bei dem man diesem Phänomen ohne Nebenwirkungen Abhilfe schaffen. Es bewirkt weniger Untersteuern und hält so auch die Reifen, die unter weniger Druck stehen, länger am Leben.
Obwohl die FIA nie einen konkreten Grund für das Verbot genannt hat, hat die Regelanpassung zu Spekulationen geführt, dass damit das Oracle Red Bull Racing eingebremst wird. Die „Bullen“ wurden von der FIA zwischen den Rennen in China und Miami aufgefordert, „etwas anzupassen“.
Red Bull-Mechaniker Calum Nicholas bezeichnet diese Spekulationen jedoch als „Bullshit. Aber das ist nicht überraschend.“ Nicholas verwies darauf, dass auch McLaren und Mercedes mit solchen Tricks in Verbindung gebracht werden.
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