In der Formel 1 wird in der Entwicklung ständig nach Grauzonen gesucht. Flexible Flügel sind ein Teil dieser Graubereiche. Die FIA äußert sich nun zu den neuesten Vermutungen.
Red Bull Racing-Teamchef ließ kürzlich im Raum stehen, dass die FIA im Thema „biegsame Flügel“ die Formulierung des Reglements überarbeiten sollten. Auch Ferrari-Teamboss Fred Vasseur hätte mit der FIA gesprochen, welche nun wie folgt Stellung bezieht: „Seit dem Großen Preis von Belgien hat die FIA während der ersten beiden Trainings zusätzliche Daten gesammelt, um das dynamische Verhalten der Frontflügel mit Hilfe einer von der FIA vorgeschriebenen Videokamera zu bewerten. Diese Kamera nimmt besondere Bereiche des Flügels auf, die mit den offiziellen FOM-Kameras nicht sichtbar sind.“
„Diese Versuche werden mindestens bis Singapur fortgesetzt, um sicherzustellen, dass jedes Team die von der FIA vorgeschriebene Kamera auf verschiedenen Streckentypen mit verschiedenen Abtriebs-Werten eingesetzt hat. Auf diese Weise entsteht eine umfangreiche Datenbank, die es der FIA ermöglicht, ein möglichst objektives Bild der Situation zu erhalten und die Unterschiede zwischen den verschiedenen auf der Strecke beobachteten dynamischen Mustern einzuschätzen.“
Da aber kein aerodynamisches Teil unendlich steif sein kann, wurden im Reglement die Durchbiegungs-Tests verankert. „Der Frontflügel ist über die Jahre hinweg ein herausfordernder Bereich, weil die aerodynamischen Belastungsmuster zwischen den verschiedenen Wettbewerbern variieren und es daher schwierig ist, einen Lastvektor zu finden, der alle Arten von Frontflügelkonstruktionen abdeckt. Andere Bereiche des Autos, einschließlich des Heckflügels und der Bodenkanten, haben einheitlichere aerodynamische Belastungsmuster im gesamten Startfeld, was einen universelleren Durchbiegungs-Test ermöglicht.“
Trotz indirekter Anschuldigungen konnte keinem Team ein Verstoß der Regeln nachgewiesen werden.
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