Luigi Mazzola war 20 Jahre mit der Scuderia Ferrari HP in der Formel 1, gewann 14 WM-Ttel mit den Roten – und kann mit der „neuen“ Königsklasse nur wenig anfangen.
„Die Formel 1 war schon immer ein Wettstreit zwischen Fahrern und Ingenieuren, aber nun droht sie zu einem Wettstreit zwischen Energiemanagement-Software zu werden,“ kritisiert der ehemalige Ferrari Renningenieur.
Mazzola unterstrich, dass es sich erst um den Saisonauftakt handel, und daher „jegliche Schlussfolgerungen verfrüht sein könnten, insbesondere angesichts des völlig neuen Reglements, das die Teams noch richtig interpretieren müssen.“
Dennoch ist für den Techniker klar, dass die Energierückgewinnung den Verlauf der Rennen maßgeblich beeinflusst.
„Das neue Reglement schreibt 350 kW elektrische Leistung und 350 kW Verbrennungsmotorleistung vor, mit einem Maximum von 8,5 MJ rückgewinnbarer Energie pro Runde. Der große Unterschied zu früher besteht darin, dass die MGU-H nicht mehr existiert: Energie kann nur noch über die MGU-K zurückgewonnen werden.“
„Das bedeutet, dass das Laden ausschließlich beim Bremsen oder in Phasen ohne Beschleunigung erfolgt. Das Problem ist, dass auf vielen Strecken das Bremsen allein dafür nicht ausreicht, und die Fahrer auch an anderen Stellen während der Runde zum Aufladen gezwungen sind. Das schadet vorübergehend der Leistung.“
Der Italiener verweist dafür auf das Qualifying in Melbourne, wo einige Autos vor den Kurven bis zu 50 km/h verlangsamten, um ihre Batterien aufzuladen.
„Im Rennen hingen viele Überholmanöver vom Energiemanagement ab: Ein Auto bremste ab, um zu laden, das andere griff an, und wenige Geraden später kehrte sich die Situation um.“
„Ist das spektakulär? Teilweise ja. Aber es ist nicht gerade die Art von Spektakel, die aus dem puren Können des Fahrers am Limit des Autos entsteht,“ so Mazzola deutlich.
Dementsprechend rät er dazu „abzuwarten, ob die Arbeit der Teams – und vielleicht einige kleine regulatorische Anpassungen – der Formel 1 das zurückgeben können, was sie so einzigartig macht:
Fahrer am Limit, nicht Software, die das Sagen hat.“
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