Christian Mansell galt als eines der größten Formelsport-Talente aus „Down Under“. Doch er zog sich Anfang der letzten Saison zurück. Nun erklärte er, wieso.
Mansell – nicht verwandt oder verschwägert mit F1 Legende Nigel – sollte 2025 in der FIA Formula 2 antreten, nachdem er mit ART Grand Prix P5 in der Formel 3 geholt hatte. Doch eine Woche vor dem Auftakt in seiner Hemiat Australien, nahm sich der damals 19-Jährige, eine Auszeit vom Rennsport auf unbestimmte Zeit.
In einem emotionalen Social-Media-Post schilderte Mansell nun, wie ihn eine zuvor nicht diagnostizierte ADHS-Erkrankung psychisch stark belastet hatte.
„2025, was für ein verlorenes Jahr. Im Ernst, dieses Jahr hat mich völlig gebrochen. Ich wurde noch nie in meinem Leben so auf die Probe gestellt. Ich musste Widrigkeiten überwinden, die ich nie wollte, und das war unglaublich schwer,“ so Mansell.
„Dieses Jahr wurde bei mir ADHS diagnostiziert, etwas, das mich, wie ich später herausfand, seit meinem sechsten Lebensjahr begleitet hat. Ich habe mich immer irgendwie anders gefühlt, zu laut, zu leise, habe in Gesprächen abgeschaltet und hatte unerklärliche und unberechenbare Gefühle.“
„Ich hielt mich immer für überdurchschnittlich erfolgreich, deshalb war niemand überrascht, als die Diagnose ADHS zu 99 Prozent bestätigt wurde. Das erklärt ehrlich gesagt alles für mich. Dass die Krankheit 14 Jahre lang unentdeckt blieb, hat mir natürlich überhaupt nicht geholfen. Ich verlor immer mehr die Kontrolle über meine psychischen Probleme und befand mich Anfang des Jahres in einer ziemlich tiefen Krise.“
„Typisch Mann, ich war dumm und habe versucht, alles zu verdrängen (Spoiler: Es funktioniert nicht). Was ihr daraus mitnehmen könnt: 2026 ist für mich ein Jahr des Wandels. Ich habe meine Denkweise verändert, mein Verhältnis zur psychischen Gesundheit verbessert und habe sie jetzt voll im Griff,“ verspürt der „Aussie“ eine klare Verbesserung.
„Und ich habe eine völlig andere Sicht auf das Leben und warum es so lebenswert ist. An die Menschen um mich herum: meine Familie, Gaby, Joe, Seb und Pepe und all meine anderen Freunde, die mir so nahestehen. Vielen Dank für eure Unterstützung in dieser schweren Zeit. Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und freue mich schon sehr auf 2026. Ich hab euch alle lieb.“
ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Überaktivität gekennzeichnet ist und oft schon im Kindesalter beginnt, aber auch bei Erwachsenen bestehen bleibt.
Die Symptome beeinträchtigen Konzentration, Verhaltenssteuerung und soziale Interaktionen, was besonders im Spitzensport nicht nur die Leistung beeinträchtigt, sondern sogar gefährlich für einen selbst werden kann. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig, von Therapien bis zu Medikamenten, und zielen auf die Verbesserung der Selbstregulation.
Wir wünschen Christian alles Gute!
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