Kevin Magnussen ist einer der härtesten Piloten am Grid und nicht jedermann im Fahrerlager mag ihn. Aber der Däne ist pfeilschnell, verfügt inzwischen über viel Erfahrung, kennt das Team, und ist eine gute Benchmark für Mick Schumacher
Magnussen kam 2014 zu McLaren, nachdem er eine Saison als Simulator- und Ersatzfahrer auf der Bank saß. Gleich im ersten Rennen schlug er ein und wurde in Australien sensationell Zweiter. Im Verlauf der Saison etablierte sich der Rookie als Top 10 Fahrer und „lernte enorm viel von Jenson (Button, Teamkollege).“ Am Jahresende war aber klar, dass sich Fernando Alonso dem McLaren-Honda Projekt anschließen würde und so musste Magnussen seinen Sitz dem Doppelweltmeister überlassen. Auf die Saison 2016 hin, holte ihn Renault als zweiten Piloten neben Hoffnungsträger Jolyon Palmer. Doch der französische Renner war die komplette Gurke, weswegen die beiden Piloten fast immer chancenlos um die Kurse rollten. Einzige Ausnahme war P7 von „K-Mag“ in Russland.
Neuer Anfang bei Haas
Dementsprechend leicht fiel es Magnussen, das Team im Tausch für das Formel 1 Projekt von Gene Haas zu verlassen. Mit deutlich besserem Material konnte der damals Anfang 20-Jährige auch wieder überzeugen. 2018, als der Haas F1 Bolide richtig gut lief, wurde Magnussen WM-Neunter, distanzierte auch seinen deutlich routinierteren Stallgefährten Romain Grosjean klar. Kevin ist nicht nur für sein loses Mundwerk bekannt, sondern auch dafür, Trends und Chancen schnell zu erkennen. So merkte er früh, dass es bei Haas nicht mehr so rund lief und bewarb sich Ende 2018 für das zweite Cockpit bei Red Bull. Daniel Ricciardo war zu Renault gewechselt und hinterließ eine Lücke. „Sie sagten mir, dass sie sich schon für Pierre (Gasly) entschieden hatten, aber boten mir einen Platz bei Toro Rosso an.“ Den lehnte er ab und bleib beim Rennstall aus Charlotte, North Carolina.
Abenteuer USA
Nach vier Jahren bei Haas startete das Team um Günther Steiner neu durch und ersetzte u.a. auch beide Fahrer. Magnussen fand – auf Empfehlung von Gene Haas – sofort eine neue Heimat bei Chip Ganassi Racing und mischte die IMSA Serie auf. Gleich im vierten Rennen stand er ganz oben am Stockerl und wurde am Jahresende nach vier weiteren Stockerlplätzen Gesamtsiebter. Zudem erfüllte er sich einen Traum und startete bei den 24h von LeMans 2021 gemeinsam mit seinem Vater, Ex-Formel 1 Pilot Jan Magnussen, und Anders Fjordbach. In der letzten Winterpause bekam K-Mag einen Anruf von Williams Racing, die ihn als Nachfolger von George Russell wollten, doch erneut sagte er zu einem F1 Offert nein. „Ich wollte nicht für das langsamste Team gemeinsam mit dem langsamsten Fahrer antreten,“ erklärte er in seiner typischen Manier.
Überraschende Rückkehr
Und nun ist er doch wieder da. „Ich war natürlich sehr überrascht, aber auch sehr aufgeregt, als ich den Anruf von Haas erhielt“, sagte Magnussen. „Eigentlich hatte ich für 2022 einen ganz anderen Plan, aber die Gelegenheit, wieder in der Formel 1 anzutreten, und zwar mit einem Team, das ich sehr gut kenne, war einfach zu verlockend.“ Ganz artig bedankte er sich bei Peugeot und Chip Ganassi für die sofortige Freigabe. Mit Teameigner Haas und Teamchef Steiner verbinden ihn „positive Erinnerungen. Wir blieben auch nach meinem Ausscheiden Ende 2020 immer in Kontakt. Es gibt viel zu tun, aber ich freue mich darauf, ein Teil davon zu sein. Ich kann es kaum erwarten, wieder hinter dem Steuer eines Formel-1-Autos in Bahrain zu sitzen.“
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