Am Wochenende startet die DTM mit Vollgas in die neue Saison. Dabei geht Mattias Ekström in seine 17. Saison. Der Doppel-Champion (2004 & 2007) gehört auch heuer zum Kreis der Titelanwärter. Formelaustria.at sprach mit dem Schweden
Mattias, Deine letzte Saison war die schwächste in der DTM seit 2013. Kritiker behaupten, Du hättest Dich zu sehr dem Rallycross gewidmet….
Jeder darf seine Meinung haben. Für mich war der Knackpunkt definitiv das Wochenende am Norisring mit zwei Ausfällen. Der einzige Unterschied, den ich feststellen konnte, war höchstens mein Siegeswille – denn der ist größer geworden (grinst).
Worin kannst Du Dich für Deine 17. DTM Saison noch steigern?
Natürlich möchte ich den Titel gewinnen. Ich bin nicht nur hier um mitzufahren. Der Titel ist jedes Jahr das Ziel. Ab Mitte der Saison sieht man meistens, ob er in Greifweite ist. Ich gebe so viel Gas wie möglich, lerne immer dazu. Ich finde sogar die Entwicklungsfahrten für ein neues Reglement sehr interessant. Heuer ist das Fahrerfeld kleiner und die Autos haben mehr Leistung. Mehr Power ist immer gut (grinst).
Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Rallycross und DTM?
Mein Puls beim DTM Start beträgt rund 140, beim Rallycross sicher 180 (lacht). Die Fahrer stehen beim Rallycross mehr im Mittelpunkt und die Intensität ist eine völlig andere. Die Autos sind schwieriger zu fahren, die Streckenbedingungen ändern sich ständig, und alles ist weniger kalkulierbar. In der DTM besteht die Schwierigkeit darin, ins Detail zu gehen. Man kämpft Runde für Runde, Zehntel für Zehntel. Ohne Daten ist man in der DTM schnell verloren und genau das ist das Tolle. Jede Serie hat einen eigenen Charme. Am Ende kommt es auf den eigenen Geschmack an.
Hast Du Dein Training umgestellt, jetzt wo Du Rallycross und DTM parallel fährst?
Nicht wirklich, ich trainiere eher weniger. Wenn man so viel Auto fährt, ist es wichtig, die Energiehochschaltung zu trainieren und gesund zu bleiben. Die größte Herausforderung ist immer die Akkus aufzuladen.
Gerhard Berger ist neuer DTM Aufsichtsrat. Er meinte, die DTM solle sich weniger von der Formel 1 abschauen und lieber eigene Wege gehen. Wie siehst Du das?
Das ist der einzige Weg. Wenn du etwas kopieren möchtest, bist du immer einen Schritt hinten dran. Wenn man sein eigenes Konzept erstellt, ist die Chance größer, am Ende ein erfolgreiches Produkt zu haben. Es gibt Dinge, die mir in der DTM aktuell sehr gut gefallen und Dinge, die mir weniger gut gefallen. Gerhard ist jemand, der sich viel Feedback wünscht und damit dann seine Arbeit beginnt. Hoffentlich bäckt er einen guten Kuchen. Die Truppe um Hans Werben Aufrecht hat von null angefangen und etwas Großartiges aufgebaut. Dennoch war es an der Zeit, etwas zu ändern.
Kannst Du uns ein Beispiel geben?
Wenn man sich Social Media anschaut, etwa. Das hat die Kommunikationsart vollkommen verändert. Es herrscht kein Monolog mehr, es ist nun ein Dialog zwischen uns und den Fans, den Medien und allen anderen. Wenn manchen etwas nicht passt, entsteht schnell Kritik. Früher war das nicht der Fall. Deswegen muss man mehr auf Transparenz und Fannähe setzen und wodurch der Sport interessanter und spannender werden sollte. Ich denke, dass Gerhard und Florian (Zitzlsperger) dafür genau absolut Richtigen sind.
Audi hat mit Edoardo Mortara den besten Piloten des Vorjahres an Mercedes verloren. Wie schwer ist es, diese Lücke zu schließen?
Jemanden wie Edo kann man natürlich nicht von einem auf den anderen Tag ersetzen. Wir verstehen uns gut und ich kann verstehen, dass er eine neue Herausforderung suchte. Es ist ein neues Kapitel in seinem Leben und auch für uns bei Audi. Es wäre aber natürlich auch in Ordnung gewesen, wäre er geblieben (grinst).
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