Lewis Hamilton gewann die Prozession im Fürstentum und widmete seinen 77. Rennsieg dem jüngst verstorbenen Niki Lauda – Max Verstappen verlor Platz 2 durch eine Strafe
„Das war wohl das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Ich bin sicher, ich habe so gefightet, wie Niki es immer getan hat. Er hat uns geholfen, hat uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen. Es ist unglaublich hier oben zu stehen, denn meine Reifen waren wirklich total am Ende. Wäre ich reingekommen, hätte ich das Rennen verloren. Daher musste ich draußen bleiben und hoffen, dass die Gummis halten. Ich bin immer noch überzeugt, dass es die falschen Reifen waren“, so Lewis Hamilton nach seinem dritten Monaco-Erfolg. „Dieser Arbeitssieg war nicht nur eines Weltmeisters, sondern auch eines Niki Lauda würdig. Wir waren uns nicht sicher, dass es sich ausgehen würde,“ fügte Mercedes Teamchef Toto Wolff hinzu.
Leclerc sorgt für Umsturz
Von Beginn an griff Lokalmatador Charles Leclerc an wie ein Verrückter und kämpfte sich vom Ende der Startaufstellung nach vorne. In Runde 8 riskierte er zu viel und kollidierte mit Nico Hülkenberg. Dabei fing sich der Monegasse einen Platten ein, jagte seinen Ferrari aber dennoch um den Kurs zur Box zurück. Infolge der zahllosen Karbon- und Reifenteile, die sein Dienstwagen verstreute, kam es zur Safety-Car-Phase. Dort nützten Max Verstappen und Sebastian Vettel mit Blitzstopps die Gelegenheit am zweitplatzieren Valtteri Bottas vorbeizuziehen. Dabei kassierte der Finne einen Reifen- und Felgenschaden wodurch er einen zweiten Stopp einlegen musste und P2 verlor. Danach entwickelte sich eine wahre Hetzjagd von Verstappen, Vettel und Bottas auf den führenden Hamilton, der als einziger des Quartetts nur Medium-Reifen aufgezogen hatte – alle anderen waren auf Hart unterwegs. Mit Fortdauer funkte der Brite nahezu jede Runde an die Box, dass er das Tempo nicht mehr halten könne. Doch der Titelverteidiger zeigte ein fehlerloses Rennen und profitierte auch von der großartigen Beschleunigung seines Boliden aus den Ecken, um Verstappen hinter sich zu halten. Die FIA Stewards sorgten wieder einmal für Unverständnis, indem sie Verstappen für das Überholen in der Boxengasse einen 5-Sekunden-Penalty für Unsafe Release aufbrummten.
Vettel happy, Bottas und Red Bull nicht
Sebastian Vettel rückte durch Verstappens Bestrafung auf P2 auf und freute sich über ein gutes Ergebnis: „Es war wirklich hart heute. In Monaco kann alles passieren und fast alles ist passiert. Nach der Berührung zwischen Max (Verstappen) und Valtteri (Bottas) in der Box, versuchte ich einfach dranzubleiben und Platz 2 abzustauben. Für uns ist das heute ein tolles Resultat, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Gar nicht glücklich war hingegen der drittplatzierte Valtteri Bottas, der dadurch weiter an Boden auf Teamkollege Hamilton in der WM-Wertung verlor. „Für mich war Monaco eine Enttäuschung. Der Speed war da, aber ich habe das Rennen schon im Qualifying verloren. In der Pitlane hat mir Max keinen Platz gelassen und dann musste ich nochmals rein und bin so auch hinter Seb (Vettel) zurückgefallen“, so der Finne. „Es ist absolut schade für das Ergebnis. Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe. Es war unsere einzige Chance Zweiter zu werden, aber wir haben dann eben die Strafe bekommen“, analysierte Verstappen. „Sehr bittere Angelegenheit. Hier einen Unsafe Release zu geben, da müssen sich die Stewards schon hinterfragen. Sie sind anscheinend keine Fans von Max. Ein unglaublich gutes Rennen unserer Fahrer. Auch vom Speed her sind wir voll dabei“, gab Red Bull Motorsport Direktor Helmut Marko zu Protokoll.
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