Ein Sieg für Ali

Lewis-Hamilton-Mercedes-GP-Kanada-Montreal-Freitag-10-6-2016-articleDetail-a6b759de-956132Lewis Hamilton holt sich den fünften Sieg in Montreal und widmete seinen heurigen Erfolg der jüngst verstorbenen Boxlegende Muhammad Ali

Er verschlief den Start, er rempelte sich gegen Stallgefährte Nico Rosberg auf Rang 2, es gab keinen Regen, keine Safety-Car-Phase, und dennoch durfte Lewis Hamilton am Ende über den Rennsieg jubeln. Der Brite überraschte alle mit einer riskanten, aber perfekten Ein-Stopp-Strategie und fuhr mit einer fehlerlosen Fahrt zu den nächsten 25 Punkten nach seinem Triumph in Monaco. „Sebastian und Nico hatten einen guten Start. Ich hatte viel Untersteuern wegen des Rückenwindes. Dann war es sehr eng in Kurve 1 gegen Nico, aber unsere Wagen blieben heil. Und von da ab lief es sehr gut für mich“, strahlte Hamilton, der 2007 in Montreal auch seinen ersten Formel-1-Grand Prix gewann. Seinen 45. Erfolg in der Königsklasse widmete er mit einem Tänzchen und dem Zitat „Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“ einem seiner Idole, Schwergewichtslegende Muhammad Ali. „Jetzt bin ich in der Weltmeisterschaft wieder dran und jetzt wird’s wirklich spannend. Natürlich müssen wir weiterarbeiten, damit wir unseren Vorsprung halten und vielleicht wieder vergrößern können.“

Sebastian-Vettel-Ferrari-GP-Kanada-2016-Montreal-Samstag-articleDetail-45d05ee5-956241Ferrari verpasst Coup

Sebastian Vettel hatte sich die Pole gewünscht, brauchte sie aber nicht um mit einem Raketenstart in Führung zu gehen. Aber auch wenn der Deutsche seine Rote Göttin um den Kurs auf der Ile de Notre Dame peitschte, reichte es nicht fürs oberste Platzerl am Stockerl, weil Hamilton eben nur einmal zum Reifenwechsel stehenblieb. „In den ersten Runden habe ich mich einmal böse verbremst und bin weggerutscht. Da wär’s fast vorbei gewesen. Danach pushte ich hart, fuhr immer am Limit, aber Lewis war einfach zu schnell. Dennoch sind wir wieder einen Schritt nähergekommen.“ Teamkollege Kimi Räkkkönen wurde Fünfter.

Lebenszeichen von Williams

Eine ganz starke Vorstellung zeigte auch Valtteri Bottas im Williams, der mit dem größten Topspeed aller Fahrer – 347 km/h auf der längsten Geraden – die Angriffe von Räikkönen, Daniel Ricciardo und vor allem Rosberg abwehrte und das erste Podium des Jahres einfahren konnte. So wurde Bottas noch vor Red Bull Racing Jungstar Max Verstappen Dritter. Dementsprechend freute man sich beim Traditionsrennstall über den ersten Podestplatz seit Mexiko 2015. „Ich bin wirklich happy heute. Das ganze Team hat einen tollen Job gemacht, der Wagen war superschnell und die Pitstops waren fehlerfrei. So kann es weitergehen.“

Posted in ,

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar abgeben zu können.