Erleben wir in Zukunft sogar drei Grands Prix in den USA? Formel 1 CEO Stefano Domenicali ist dieser gewagten Idee gegenüber nicht abgeneigt
Kommende Woche gastiert die Königklasse am Circuit of The Americas in Austin. Der Grand Prix in Texas hat sich nicht nur im Rennkalender als Topveranstaltung etabliert, sondern hat auch dafür gesorgt, dass die Formel 1 bei den amerikanischen Motorsport-Fans nach dem Indy Destaster 2005 wieder an Stellenwert und Glaubwürdigkeit gewonnen hat. Der US Vermarkter der Serie, Liberty Media, ist es nun gelungen mit dem Rennen in Miami ab 2022 einen zweiten WM-Lauf in den Staaten anzusiedeln. Die Vorfreude in Florida scheint ebenso groß wie der Einsatz mit dem der Streckenbau und die Vorbereitungen vorangetrieben werden. Nun hat F1 CEO Stefano Domenicali im Gespräch mit dem Sport Business Journal mit der Idee aufhorchen lassen, dass er sich sogar ein drittes Rennen in einer Saison in den USA vorstellen kann.
Keine neue Erfindung
Bernie Ecclestone hat jahrelang darum gekämpft, seinen Rennzirkus am großen amerikanischen Markt festzukrallen. Für diesen Zweck war er sich nicht zu schade, einige Rennen finanziell großzügig zu unterstützen und gewagte Strecken aus dem Boden zu stampfen – wir erinnern uns an das Parkplatz Rennen beim Caesar’s Palace in Las Vegas oder die Waschrumpel-Bahn in Downtown Dallas. Die Idee im riesigen Land zwei Läufe in einer Saison zu bestreiten, ist absolut nicht neu. Schon in den 1959 und 1960 fuhr man zwei Rennen in den USA – zunächst die Indy 500 und dann einen US Grand Prix in Sebring bzw. Riverside. Ab 1976 wurde das Konzept wiederbelebt und es gab den GP USA West in Long Beach sowie den GP USA Ost zuerst in Watkins Glen und dann in Detroit.
Neue oder alte Destination?
Mit dem Rennen in Austin hat man den Süden der USA abgedeckt, und das Miami Rennen soll vor allem Fans von der Ostküste anlocken. Dementsprechend würde ein dritter Lauf wohl auf die Westküste oder zumindest auf den nördlichen Mittelwesten abzielen. An der Westküste wäre natürlich Long Beach die logische Wahl, aber dort fehlt es zum Teil massiv an der opulenten F1 Infrastruktur, und außerdem ist IndyCar Boss Roger Penske davon nicht allzu begeistert.
Daher konzentriert sich Liberty Media auf Las Vegas, denn einerseits war die Formel 1 im Spielerparadies ja bereits zu Gast, und andererseits hat die Metropole ja den Ruf das „Exotische“ erfolgreich zu präsentieren – und die F1 ist für die meisten Amerikaner noch immer exotisch. Im Mittelwesten wäre natürlich Indy die erste Anlaufstelle. Dort genießt die Formel 1 aber seit 2005 keinen besonders guten Ruf, und auch der Indianapolis Motor Speedway gehört Penske. Bliebe noch das immer wiederkehrende Projekt New York Grand Prix, wozu es bereits konkrete Pläne und auch eine Red Bull unterstützte Präsentation mit dem damaligen Starpiloten des Teams, Sebastian Vettel, gab. Doch diese Pläne verschwinden in stetige Regelmäßigkeit immer wieder in einer Schublade.
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